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Die Republik Mali ist eines von den zehn ärmsten Ländern der Welt. Bis zum 20. August 1960 gehörte das Land zur "Französischen Kolonie Sudan", und erst Ende der 70iger Jahre machte Ute von der Elfenbein-Küste kommend die erste Reise in das südlich von Algerien liegende Land am Niger. Dieser Fluss mit einer Gesamtlänge von 4.200 km, davon 1.500 in Mali, ist nach dem Nil und dem Kongo der drittgrößte Strom in Afrika.  Wegen der wüstenartigen Beschaffenheit dieser Sahelzone in der südlichen Sahara leben 70% der Bevölkerung am Niger, der das ganze Jahr hindurch Wasser führt. 

Doch ist die Bezeichnung Mali nicht so geläufig wie der Name der alten Wüstenstadt "Timbuktu"Mit der Fahrt zu dieser sagenumwobenen Handelsstadt beginnen wir mit unseren Reiseerinnerungen. Im Mittelalter hatte Timbuktu buchstäblich goldene Zeiten erlebt, nachdem das anfängliche Sommerlager um 1100 n. Chr. von Nomaden nordwestlich des großen Nigerbogens gegründet war und später ein bedeutender Knotenpunkt an den Karawanenwegen wurde. Die Stadt wurde zum Mittelpunkt sowohl für die Sklavenhändler, als auch für den Umschlag mit Salz aus dem Norden, dem Gold und Elfenbein aus dem Süden. Andere wichtige Handelswaren sind bis heute die Stoffe und Leder. Aber nicht die Güter allein waren ausschlaggebend für den Reichtum, sondern die islamische Kultur mit ihrer Gelehrsamkeit ließ in Timbuktu bedeutende Koranschulen und umfassende Bibliotheken entstehen. Die hier gesammelten Schriften renommierter Wissenschaftler aus der arabischen Welt sind noch heute berühmt. Viele Manuskripte in den Archiven berichten von dem früheren Leben und den Karawanenwegen von Westafrika zum Mittelmeer.

Ein Sprichwort in Westafrika sagt: das Salz kommt aus dem Norden, das Gold aus dem Süden, das Geld aus dem Land der Weißen, aber das Wort Gottes, Gelehrsamkeit und abenteuerliche Geschichten findet man nur in Timbuktu!


Annette mit einem Targi am Niger in Bamako. Es folgen ihre ausgesuchten Bilder einer Reise von 2006. Mit unserer Reisekameradin Annette erlebten wir 2008 Rajasthan und 2010 Jordanien.
Fahrt mit Allradwagen durch das Wüsten- und Steppenland nördlich des Niger
durch die Landschaft der Sahelzone in Mali
mit den vereinzelten Gehöften an den wenigen Wasserstellen zur legendären Stadt Timbuktu - Tombouctou.
Die Häuser in den Dörfern sind alle aus getrockneten Lehmziegeln erbaut
Das Material wird am Flußufer geformt und getrocknet
Der Esel ist als Lastenträger allgegenwärtig
und legt große Strecken mit den Salzplatten und schweren Lasten durch die Steppe zurück
Heutzutage transportiert man das Steinsalz per LKW nach Westafrika
Die Ziegen suchen im dürren Land nach Nahrung
wo sich die Zeburinder dem Klima angepaßt haben
Melonenfelder
Im Dorf sehen wir alte und neuere Lehmhäuser,
sowie die früheren noch heute bewohnten Schilfhütten,
aber auch Läden und Backöfen vor moderneren Geschäften
und saubere Stätten der Erholung mit Schatten
Transport von Gütern und Menschen in Timbuktu
Auf der Piste bieten die Bewohner Früchte, Gebäck . . .
und auch Milch und Jogurt an.
Zum nächsten Brunnen sind oft weite Strecken zu bewältigen
und oft genügt eine brauchbare Wasserstelle
In den Dörfern gibt es oft keinen Strom und kein fließendes Wasser
Viele Lehmbauten haben kein Fenster und werden nur als Speicher benutzt
Über eingebaute Stufen gelangt man zur kleinen Holztür
Bei neueren Lehmbauten sind im oberen Stockwerk verzierte Fenster vorhanden.
Trotzt des Lebens auf auf Lehmboden sind die Bewohner erstaunlich gepflegt
sauber und attraktiv in ihren bunten Stammestrachten
Neunzig Prozent der Bevölkerung gehört dem Islam an
Auch hier sind das Handy und Internet allenorts vorhanden
Mit Freude bemalt man die Fassaden mit der Geschichte des Landes
oder nutzt die Flächen für die Reklame
Die Strassenschilder zeigen die Entfernungen
oder erinnern an die Patenstadt in Deutschland
An kleinen Cafés und Kaufläden mangelt es nicht
Die "Djinger-ber-Moschee" (große Moschee) wurde erstmals 1335 mit Lehm erbaut
und zeigt die hervorstehenden Balken, die dem Lehm einen besseren Halt geben . . .
und die dem Gerüst dienen, mit dem die obersten Bereiche zugänglich sind, wenn nach starken Regen die Außenwände mit einer neuen Lehmschicht verputzt werden.
Der architektonische Stil des Sudan wurde mit dem Islam übernommen. In Mali steht fast in jedem Dorf eine Lehmziegel-Moschee.
Heinrich Barth's Aufenthalt in Timbuktu 1853/54 dauerte sieben Monate. Der deutsche Forscher schrieb die ersten detaillierten Berichte über Timbuktu.
Sammeltaxi, mancher Wagen kam durch abenteuerlustige Europäer von Marokko oder Algerien her ins Land.
Strassenscene in Timbuktu, das einst durch die Gewinne des Transsahara-Handels so reich geworden war.
Händler
Im Museum finden wir die traditionellen Lederarbeiten der Tuareg.
Auch die mit Bolzen, Paneelen und Türklopfern verzierten Türen.
Diese Gegenstände sind alle typisch für Timbuktu an der Karawanenstraße.
Die Baumwollkleider sind mit Batikmustern verschönt, eine junge Frau posiert für die Kamera.
Seit neuerer Zeit stehen viele stabile Häuser in der Stadt
Schulunterricht auf dem Hof - Schüler mit den hölzernen Platten . . .
die in arabischer Schrift mit Koranversen beschriftet sind.
Die jungen Schüler der Koranschule (Madrasa) mit Schreibbrettern,
um die Texte auswendig zu lernen.
Traditioneller Wüstenturban eines Targi
Das Kopftuch ist dekorativ mit einer Schleife gebunden
Straße durch ein Wüstendorf
Kamelmarkt am Rande der Sanddünen
Erinnerungen an die französische Epoche
Blick von der Veranda
Teestube
Wüstenbewohner
Kopftuch mit einer Schleife, farbenfrohe Baumwollstoffe schmücken die Frau . .
. . .und auch den Mann.

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Bamako am Niger

Der Niger - Eindrücke am Strom des Landes, der das Leben spendet. 

An den Ufern des Niger . . .
mit Blick zur Hauptstadt Bamako.
Wäsche waschen vor der Stadtsilhouette.
Fischer auf dem Niger mit einer landesüblichen Piroge,
dem langen, schmalen und flachen kanuähnlichen Boot
beim täglichen Fischen für die Familie oder zum Verkauf.
Nilpferd nur noch als Denkmal.
Herberge unter einem mächtigen Baum.
Anlegestelle der Boote in einem Dorf.
Transportschiffe verbinden die Dörfer.
Die Fähren transportieren auch die Dromedare
von einem Ufer zum anderen.
Der Strom ist die Lebensader . . .
mit ähnlichen Lehmdörfern wie am Nil.
Der Fluß erlaubt fast ganzjährigen Handel
und den Transport von Menschen, Tieren und Waren
Bei Wind gleiten die Pirogen mit einem Segel über den Strom
Die Leute der "Sorko" waren schon früh als Herren des Wassers bekannt und beherrschten den Niger als Fischer und Nilpferdjäger.
Die Bewegung erfordert eine große Geschicklichkeit auf den schmalen Booten
und dem Auswerfen der Netze.
Der Fang ist oft recht bescheiden und verlangt viel Geduld.
Waschtag am Ufer des Niger.
Diese Menschen kennen die Wasser . . .
Familienwaschtag am großen Strom.

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Erinnerungen an Djenné mit der grössten Moschee des Landes

Die Große Moschee von Djenné ist das größte Lehmgebäude in Afrika.
Sie entstand 1907 an der Stelle einer früheren Moschee.
Die Moschee von Djenné, wie auch in Timbuktu, gehören zum Weltkulturerbe.
Djenné und Timbuktu sind seit ihrem Bestehen durch Handel und den Islam eng verbunden.
Heute kann sich die Republik Mali mit dem alten Mali-Reich an Größe und Reichtum nicht mehr messen.
Trotz seiner früheren Kultur gehört Mali zu den ärmsten Ländern der Welt.

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Maskentänzer und die Umgebung von Ségou

Alte Bäume werden sehr verehrt - hier ein Affenbrotbaum (Baobab).
Tänze der Dogon mit Stelzen und weiten Sprüngen.
Die Masken entstehen nach einer alter Tradition.
An den geschnitzten Masken sind Tiere dargestellt.
Zeichnung einer Maske mit Affen-Symbol.
Ségou war einst die Hauptstadt des Königreiches der Bambara,
die das Land bis Timbuktu beherrschten.

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