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Die erste Reise vorbei am biblischen Ararat fand im Jahre 1967 auf dem Weg nach Afghanistan statt, die zweite Begegnung mit dem 5165 m hohen Schneegipfel erfolgte dann 1970 mit eigenem Bus. Das alte Armenien ist ein Hochland mit Höhen zwischen 1400 und 2000 Metern mit majestätischen Bergketten und erloschenen Vulkanen, von denen der sagenumwobene Ararat an der Grenze Türkei-Iran-Armenien mit seiner schneebedeckten Pyramidenkuppel die Landschaft beherrscht. Er erhebt sich auf türkischem Gebiet im Zentrum des früheren Großreiches Armenien, dem wir auf der Reise zwischen den Quellflüssen Euphrat und Tigris im heutigen Ostanatolien auf der Spur sind.

Reise nach Ost-Anatolien auf den Spuren früherer Reiche zwischen Euphrat und Tigris mit den Orientalischen Märchen von Elsa Sophia von Kamphoevener im Gepäck.

Mit seinen 5165 m beherrscht der Ararat die Hochfläche an der Türkisch-Iranischen-Armenischen Grenze.
Ein Bauer bringt die Ernte im Wagen mit Vollrad zu seinem Gehöft.
Auf der Straße zur Iranischen Grenze begegneten uns in den 80iger Jahren täglich die Nomaden
der Jahreszeit entsprechend auf der Suche nach besseren Weidegründen.
Nomaden im Hochland im Bereich der Quellen von Euphrat und Tigris.
Nomaden
Wanderung mit allem Besitz
Kind mit dem traditionellen Glückstein mit Allahzopf
Nomaden
in festlicher Kleidung
mit tanzendem Bär
Kurdin mit ihrem Goldschmuck
Nomadenzelte
Nomadenzelte
Nomadenzelte
Nomadenzelte
Nomadenzelte
Nomadenzelte
Nomadenzelte
Nomadenzelte
In den Kurdischen Bergen
Paßstraße nach Kars im ehem. Armenien (1970)
Kurdisches Hochland (1971)
Begegnung mit Kurden
Paßstraße "Der Zehntausend" Richtung Trapezunt
In einem kurdischen Dorf mit Vollradwagen
Kurdische Mädchen
in bunter Kleidung beim Dorffest
Alltag auf dem Lande
bei der Arbeit hinter dem Haus
Wasserträgerin
Antiker Stein an der Dorfstraße
Dorfplatz
Die Moschee als Mittelpunkt geistigen Lebens
Im Haus einer türkischen Familie in Tarsus (1956)
Türkin am Webstuhl in Tarsus (1956)
In einem kurdischen Dorf beim Vansee
Steinhäuser eines kurdischen Dorfes beim Ararat
Strohballen für den Winter auf dem Dach
Süßigkeiten und Kugelschreiber für die Jugend (1971)
Im Land zwischen Euphrat und Tigris
Landstraße in Ostanatolien
Im Tal des Araxes
Im Tal des Araxes
In Anatolien
Dorf in Anatolien
Am Euphrat (türkisch Firat)
Am Tigris
Fahrt durch Kars (1971)

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Von Dogubayazit zum Vansee mit Urartu und der Insel Achtamar im ehemaligen Königreich Waspurakan.

Hoch über der Karawanenstraße thront das Osmanenschloß "Izak-Pascha-Kale" aus dem 18. Jahrhundert. Links sind die Ruinen einer früheren Stadt zu erkennen. Der Ort wurde beim Rückzug der Russen 1918 völlig zerstört.
Von hier oben konnte man die vorbeiziehenden Karawanen gut kontrollieren. Der Palast wurde vom Kurdenemir Izak Pascha um 1700 erbaut. Durch die hohen Umfassungsmauern entsteht der Eindruck einer Festung.
Ein beliebter Übernachtungsplatz und für die Mittagspause auf dem Weg zur iranischen Grenze (1973). Das dekorative Ostportal läßt den fürstlichen Palast erkennen.
Nach dem ersten Portal gelangt man in einen Hof, in dem sich die Wachen aufhielten. Die Mauertechnik ist armenisch und zeigt in den Räumen Halbsäulen und dekorative Pflanzenreliefs.
Durch ein zweites Portal kommt man zur Moschee mit Tambour-Kuppel. Das Minarett mit einem Stalaktitenumgang und kegelförmigem Dach überragt die Palastanlage.
Vom fürstlichen Grab sind zwei Steinhütten neben dem polygonalen Bau der Türbe erhalten, die seldschukischen Einfluß zeigt.
Selbst die Ruinen der angrenzenden Räume mit ihrem Rankenwerk vermitteln noch einen festlichen Eindruck.
Geometrische Muster aus schwarzen und hellen Steinen schmücken die Wände des früheren Harems.
In der Palastanlage, die seit Jahren restauriert wird.

Das üppige Rankenwerk, Blumen und Bäume erinnern an die armenische Bildarchitektur. Wir finden Ziersträucher und Medaillons.
Die oft dargestellte Pinie ist der Baum der Freude und des Paradieses, die Pflanzenbordüren umrahmen die Tore und Fenster.


Nur eine kleine Kuppelmoschee erinnert an den früheren Ort, dessen Name an den Osmanischen Sultan Bayazit I. erinnert, der hier in der Gefangenschaft des Mongolenfürsten Tamerlan starb.

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Aufstieg zu den Göttern auf dem Nemrud Dag mit dem Grab-Hügel, dem berühmten Hierothesion des Königs Antiochus I. von Kommagene (69 - 36 v. Chr.). Das Heiligtum hatte er sich als Grabstätte anlegen lassen, so auch das Grabmal der Isias, der Mutter des Königs Mithradates, in einiger Entfernung ebenso unter einem Hügel "Karakus". Am Fuße des Berges kommt man zu den Ausgrabungen von Alt-Kahta, dem einstigen Arsameia am Nymphaios (Nymphenfluß) mit der Römerbrücke. Auf dem Nemrud Berg erfahren wir, daß die väterlichen Ahnen zu den Achämeniden, dem Stammvater Dareios I. hinführen, die mütterlichen zu den Seleukiden, den Nachkommen von Alexander dem Großen. Durch die dargestellten Götter kommt zum Ausdruck, daß die Könige von Kommagene als Mittler zwischen Ost und West auftraten.

Von Kahta mit dem Jeep zum Nemrud Dag (im Jahr 1970).
Dann geht es nur zu Fuß auf steinigem Geröll weiter.
Bis zur Terrasse und dem aufgeschütteten Gipfel auf 2150 Metern Höhe.
Mit herrlichem Rundblick auf die umliegenden Taurus-Berge.
Blick vom künstlichen 50 m hohen Tumulus auf die Terrasse.
Der Herrscher stellte sich den Göttern gleich . . .
und ließ auf den Terrassen westlich und östlich seines Grabhügels die Skulpturen der Götter aufstellen,
von denen die Reliefplatten und Tierköpfe
sowie die Häupter von Herakles, Apollo, Hermes und Mitras von seinen die westlichen und östlichen Götter verschmelzenden Gedanken erzählen. Mithradates war der letzte große König im Reich von Kommagene und wurde von den Römern abgelöst. Durch die geographische Lage ihres Landes hatte gleich den vorherigen Reichen Urartu und Armenien auch Kommagene ein ähnliches Schicksal zwischen den Großreichen Rom und den Parthern, Byzantinern und Sassaniden, und konnte sich auf die Dauer nicht behaupten. Bis zur Niederlage suchte der König Antiochus I. die Vereinigung beider Seiten durch die Götter Zeus-Oromasdes, Hera-Teleia, Artagnes-Herakles, Helios-Hermes und Mithras-Apollon.

Löwe mit den Herrschersymbolen, Beschützer der religiösen Kulte.
Bei Erdbeben stürzten die Köpfe von den Körpern. Zeus (rechts) und Haupt des Gottes Helios-Hermes.
Kopf der "Neuen Tyche", der Personifikation des "allnährenden Heimatlandes" Kommagene.
Gott Helios-Hermes mit dem Wächter-Adler.
Gottheit Zeus-Oromasdes
Gottheit
Gottheit
Gottheit Zeus-Oromasdes
Haupt des Gottes Helios-Hermes
Helios-Hermes
Das wieder aufgestellte Dexiosis-Relief mit König Mithradates in persischer Kleidung und Herakles mit der Keule (Bild oben und unten) wurde in Arsameia von Antiochus I., Sohn der Laodike, für seinen Vater errichtet.
Bild oben nochmals Gott Helios-Hermes und der Adler, unten Gottheit auf Stele in der zerstörten Sommerresidenz der Kommagene Könige, das Ausgrabungsgebiet des deutschen Archäologen Prof. Dr. Dörner.


Die römische Cendere-Brücke aus dem 2. Jahrhundert über dem Fluß Kahta, dem antiken Nymphenfluß.

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