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Reiseerinnerungen an Kappadokien auf alten und neuen Fotos von 1964 - 2012.

Eine Ballonfahrt über die Vulkanlandschaften von Göreme hinterlassen unvergeßliche Eindrücke und lassen die große Ausdehnung der Tuffgebilde erkennen. Das Gebiet mit zahlreichen Tälern und Ortschaften ist von einzigartiger Geomorphologie. Die Erosion verwandelte hier die unterschiedlichen Tuff- und Lavaschichten in eine Landschaft mit Felskegeln, bekappten Türmchen und Schluchten, in denen seit der menschlichen Besiedlung Höhlen, Wohnungen und Kirchen, sowie unterirdische Orte entstanden.

Im türkischen Anatolien finden wir die Landschaft "Kappadokien" zwischen den Städten Konya und Kayseri mit den weltweit einmaligen ausgedehnten Tuffsteingebilden zwischen den beiden erloschenen Vulkanen Hasan Dag und Erciyes Dag.

Die alte Stadt Kayseri liegt am Fuße des Erciyes Vulkans (3.916 m).
Der Hasan Dag (3.253 m) ist südlich von Aksaray weithin in Kappadokien sichtbar.

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Wanderung durch das "Liebestal"

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In den Dörfern Mustafapasa mit den Häusern der umgesiedelten Griechen.

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Während unserer Reisen in der Osttürkei bestaunten wir die frühislamischen Bauwerke an den alten Karawanenstraßen zwischen Erzurum, Kayseri und Konya. Diese Städte blicken auf eine lange Geschichte zurück. Insbesondere besteht Konya seit prähistorischer und hethitischer Zeit, und gehörte dann zum Reich der Phryger. Von den Römern wurde das wichtige Zentrum Iconium genannt, wo der Apostel Paulus mit seinem Gefährten Barnabas tätig waren. Die nach Anatolien im 10. Jahrhundert eingewanderten und sich mit türkischen Volksgruppen vermischten Seldschuken bauten außer den wichtigen Karawansereien imposante Medresen und Moscheen. Die seit Jahrhunderten von dem Nomadenvolk verwendeten Dekors der Teppichknüpfkunst fanden durch die Steinmetze neue Anwendung an den Steingebäuden, so auch an den reich verzierten Grabdenkmälern. 

Historisches Gebäude in Kayseri mit dem 3.916 m hohen Erciyes Dag.
In jedem Jahr wird "Atatürk" um den 23. April in allen türkischen Städten geehrt.
Auch den Namen des Makedoniers "Alexander" (türkisch-arabisch: Iskender) findet man an den Stätten seines Eroberungszuges.
Eingang der Medrese (Koranschule).
Dekor
Große Moschee neben der Osmanischen Festung.
Festung
Grabbau
Mausoleum
Mausoleum
Medrese
Medrese
Hatun Kümbet
Kümbet
Türbe Hatun
Konya war vom 11.-13. Jahrhundert die Residenzstadt der Seldschuken. In der Moschee gedenkt man dem mystischen Dichter Mevlana, dem Gründer des Ordens der Tanzenden Derwische.
Einen kulturellen und wirtschaftlichen Höhepunkt erlebte die alte Stadt mit dem Seldschuken-Sultan Alaeddin Keykubat, als die Moscheen, Medresen und Paläste erbaut wurden.
In jener Zeit lehrte hier der Philosoph Celaleddin Rumi, bekannt als Mevlana, der unter der grüngekachelten Türbe sein Grab gefunden hat.
Das türkisblaue Mevlana Mausoleum befindet sich in dem ursprünglichen Kloster der Tanzenden Derwische, in dem auch andere Geistliche ihre letzte Ruhe gefunden haben.
An den Räumen erkennen wir die seldschukische Architektur.
Auf dem Friedhof neben der Grabmoschee sind die Mütter der bekannten Derwische beigesetzt.
Grabsteine der Derwische mit Turbanen.
Mevlana lehrte, daß nur durch Liebe und Ekstase die Gegenwart Gottes spürbar wird. Durch den rituellen Tanz der Derwische, genannt "Sema", wurden alle irdischen Belange abgeschüttelt und durch das Losgelöstsein von der Erdenschwere war der Mensch mit dem Allerhöchsten vereint.
Beim Rundgang durch die Grabmoschee entdeckt man verschiedene Schriftarten, ältere Musikinstrumente, Derwischkostüme und Gebetsteppiche. Mevlana gilt als einer der größten Poeten in der islamischen Welt.
Schriftarten sieht man in vielen alten Moscheen, hier mit der Gebetsnische Mihrab.
Grab eines Gelehrten und an den Wänden schöne Kalligraphien.
Gräber von Derwischen, deren Geist bis heute in der islamischen Welt weiterlebt.
Grab des großen Meisters "Mevlana", der gesagt hat: "Suchet unsere Gräber nicht in der Erde, denn wir sind in den Herzen der Weisen begraben".
Auch die wertvollen Manuskripte des Epos "Mesnevi" von Mevlana . . .
sowie die illuminierten seldschukischen Schriften werden bewundert und von den Pilgern verehrt.
Arabische Schriftzeichen in den Zwickeln unter der Kuppel.
Kuppel der Grabmoschee in Konya.
Die "Ince Minare Medrese" stammt aus dem 13. Jahrhundert
und zeigt ihr großartiges Steinportal mit geometrischen und naturellen Motiven.
Das Portal aus der seldschukischen Barockzeit von 1258.
Eines der besten mit den Schriftbändern in der Türkei.

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Frühislamische Bauwerke an den Karawanenrouten in der Osttürkei.

Besuch einer der erhaltenen Seldschuken-Karawansereien.
Dromedare gibt es nur noch für Touristen
Burgruine und Medrese
Eingang zur Grabmoschee
Tor zur "Gökmedrese" in Sivas
Symbol des Seldschukenreiches: der doppelköpfige Adler.

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