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Unsere Reise durch Nordgriechenland . . .

Den Spuren von Alexander dem Großen folgten wir in Nordgriechenland im Oktober 2013 auf dem Wege von Pella über Thessaloniki nach Philippi, und nahmen in den Museen teil an seinem gewagten Experiment einer Verschmelzung vom Okzident mit dem Orient, als die griechische Kultur bis an den Nil und bis zum fernen Hindukusch erblühte. Durch seine einmaligen Eroberungszüge bis an die Grenzen zu Indien hatte sich die Welt verwandelt.

" Der Schwur von Alexander dem Großen . . ."

(Entnommen der Inschrift neben der modernen Büste des Königs und Feldherrn von Makedonien im Flughafen von Thessaloniki in freier deutscher Übersetzung).

... Ich wünsche Euch, jetzt wo die Kriege beendet sind, daß ihr mit dem Frieden glücklich werdet. Alle Sterblichen sollen demnächst, zu Gunsten des gemeinsamen Fortschrittes, als ein versöhntes Volk leben. Betrachtet die Ökumene als euer Vaterland, mit gemeinsamen Gesetzen, wo die Besten regieren werden, ohne die Stammeszugehörigkeit in Erwägung zu ziehen. Ich unterscheide die Menschen nicht, wie einige Engstirnige es tun, in Griechen und Barbaren. Mich interessiert weder der Ursprung der Bürger noch die Rasse in der sie geboren sind. Ich beurteile sie nur nach einem einzigen Kriterium: der Tugend. Für mich ist jeder gute Fremde ein Grieche und jeder böse Grieche schlimmer als ein Barbar. Wenn ihr einmal Auseinadersetzungen habt, greift nicht zu den Waffen, sondern löst die Probleme mit friedlichen Mitteln. Im härtesten Fall werde ich euer Schiedsrichter sein. Gott ist kein selbstherrlicher Regent, sondern ein gemeinsamer Vater für uns alle, so daß euer Verhalten wie das Zusammenleben der Geschwister in der Familie sein soll. Aus meiner Sicht schätze ich Euch alle gleich ein, ob weiß oder schwarz und ich möchte nicht, daß ihr gewöhnliche Untertanen meiner Staatengemeinschaft, sondern daß ihr alle Mitwirkende und alle Partner seid. Solange es in meiner Macht liegt, werde ich versuchen alle meine Versprechen einzulösen. Diesen Eidestrunk heute Abend sollt ihr als einen Liebesvertrag in Erinnerung behalten...

(Dieser Eid paßt sich an die christliche Botschaft der Liebe und Gleichberechtigung der Menschen an. Alexander lebte vor Christus, beide starben als 33Jährige. Den Schwur Alexanders d. Gr. kann man in der vergleichenden Biographie des Plutarch nachlesen.)

Der Rückblick auf unsere Reise gibt einen kleinen Einblick in die bedeutenden Ausgrabungen im nordgriechischen Makedonien, jener Stätten, von denen Alexander mit seinen Gefolgsleuten auszog, um ein hellenistisches Weltreich zu schaffen.

 

Alexander der Große im Museum von Pella.

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In zahlreichen Schilderungen ist zu lesen, daß unter der Herrschaft des makedonischen Königs Philipp II. Griechenland politisch vereint wurde, indem sich nach der Schlacht von Chaironeia im Jahre 338 v. Chr. nördlich  von Theben  im folgenden Jahr 337 die besiegten Stadtstaaten in Korinth bei den Friedensverhandlungen seiner Oberherrschaft unterworfen hatten. Noch zu seinen Lebzeiten erklärten sie, jedoch ohne Sparta, als "Panhellenischer Bund" dem mächtigen Perserreich den Krieg. Diesen geplanten Rachefeldzug zur Befreiung der griechischen Städte in Kleinasien führte dann nach dem Tod von Philipp II. sein Sohn Alexander aus. Durch den frühen Tod des Alexander des Großen jedoch zerfiel der "Korinthische Bund" bereits im Jahre 323 v. Chr.

 

Philipp II., Ny Carlsberg Glyptotek in Kopenhagen.

Das moderne Denkmal Philipp II. in Thessaloniki im Park nahe dem Archäologischen Museums.
Alexander der Große, antike Büste im Museum von Pella.

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Das neue Museum in Pella

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Vergina - das alte Aigai - einst Hauptstadt des antiken Makedonien, zeigt im Inneren des großen Tumulus in der Nekropole die wertvollen Beigaben sowie die Königsgräber. Der Grabhügel mit 100 Metern im Durchmesser wurde nach den Ausgrabungen künstlich aufgeschüttet.

Das Grab von Philipp II., der während der Hochzeit seiner Tochter Kleopatra ermordet und hier von seinem Sohn Alexander beigesetzt wurde.
Aus dem sog. Grab der Persephone ist diese Wandmalerei übertragen, die den Raub der Persephone durch Pluto in die Unterwelt darstellt.
Auf dieser Wandmalerei sitzt die trauernde Mutter Demeter und vermißt ihre Tochter, die im Frühjahr auf die Erde zurück kehrt.
Diese Tonstatuette ist mit den Kennzeichen der phrygischen Kybele dargestellt. Die thronende Göttin hält einen Tympanon und eine Schale neben dem Löwen, ihrem heiligen Tier.
Im Marmorsarkophag des Philipp II. befand sich die goldene Urne mit seinen Gebeinen. Der 16-strahlige Stern ist das Symbol von Makedonien.
Die Wandmalereien mit Demeter und Persephone stammen vielleicht vom großen Maler Nikomachos vom mittleren 4. Jhdt.v.Chr.
Goldener Myrthen-Kranz aus einem Grab, Museum Thessaloniki.
Goldener Weinblätter-Kranz aus einem Grab, Museum Thessaloniki.
Krug mit Frauenkopf am Henkelansatz, Museum Thessaloniki.
Schlacht an einem Marmorsarkophag, Museum Thessaloniki.

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Das Wandgemälde über der dorischen Fassade des Philipp-Grabes zeigt eine Jagdszene im Wald. Sie stammt von einem Maler der 2. Hälfte des 4. Jhdt.v.Chr. und ist hier eine zeichnerische Wiedergabe.

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Die Schlacht von Issos im Jahre 333 v. Chr. gegen den Perserkönig Darius, bei der Alexander als Sieger hervorging und seinen Eroberungszug fortsetzen konnte. Das Bild ist im Museum von Neapel zu sehen und stammt aus dem Haus des Fauns in Pompeji.

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