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U S A - Reiseeindrücke von der legendären Route 66

 

Auf der frühen historischen Hauptstraße Amerikas - der Route 66 - legten wir von Chicago bis Los Angeles etwa 4000 km zurück. Diese durchgehende Verbindung von Ost nach West entstand in den 20ziger Jahren und galt bis in die 60ziger Jahre als die "Mutter der Straßen" - America's Mother-Road. Auf den Spuren des berühmten Highways, der noch heute durch viele Orte, über alte Brücken und vorbei an den Gebäuden aus jener Zeit führt, trafen wir auch die Menschen mit ihren Träumen und Erinnerungen an diese amerikanische Legende. 

Mit dem Anfang dieser Straße befinden wir uns im Herzen Chicagos in einer abenteuerlichen Zeit des unbegrenzten Fortschritts. Als jedoch der alte Name 1984 aus den Landkarten entfernt und durch die vierspurige Interstate ersetzt wurde, verloren viele Tankstellen, Restaurants und Motels ihre Kunden. Sie wurden Opfer des modernen Fortschritts, doch ließ das Interesse an der alten Route 66 einige dieser Stätten überleben und sind heute für viele Menschen ein Teil der amerikanischen Geschichte auf der Fahrt durch acht Bundesstaaten.

Hier in Chicago beginnt die Route 66 mit Blick auf das Wahrzeichen der Stadt: der "Sears Tower" ist mit 110 Stockwerken 443 Meter hoch.
Die Architekten erbauten hier die ersten Wolkenkratzer aus Stahl und Glas, wo am Ufer des Michigan-Sees die Bewohner vor der Skyline baden.
Die Nachkommen der Einwanderer aus aller Welt leben heute in dieser Metropole - von der aus der Westen Amerikas finanziert wurde. Blick zur Navy-Pier.
An der Stelle des ersten Forts aus dem Jahre 1803 bei der Dearborn-Brücke steht das Denkmal von George Washington mit Robert Morrison und Haym Salomon.
Lange Zeit war Chicago die "größte deutsche Stadt" in den USA.
Bootstour auf dem Chicago River durch das Zentrum der Stadt des Al Capone.
Neben dem "Old Heidelberg" erinnern auch die Restaurants "Zu den Sieben Schwaben" oder "Zum Deutschen Eck" an die frühen Einwanderer.
Die imposante Sehenswürdigkeit im Milleniums-Park ist das "Spiegelei".
Eine alte Postkarte zeigt das "Deutsche Restaurant" im Stadtteil Rialto 14 West Randolph Street.
"Our Lady of the Highways" - die Mutter von Jesus ist die Beschützerin der Autofahrer.
Das "Spiegel-Ei", in dem sich gern die Besucher aus aller Welt spiegeln.

Chicago wurde nach dem Brand von 1871 prächtig aufgebaut. Buckingham-Brunnen von 1927.
Seit dem 19. Jahrhundert war die Stadt größter Eisenbahnknotenpunkt der USA.


Beginn der Reise durch die Adam's Street -
- mit den Hinweisen auf die Route 66.

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Die Hauptstadt Springfield im Bundesstaat Illinois war über viele Jahre der Lebensraum von Abraham Lincoln - des 16. Präsidenten der USA - der die Sklaven befreite. Die Route 66 - heutige Interstate 55 - führt durch die Stadt zu den Erinnerungen an jene Zeit.

Lincoln's Mausoleum in Springfield
Grab-Denkmal mit Scenen aus dem Leben des Präsidenten Lincoln.
Abraham Lincoln Büste.
Erinnerung an die Indianer dieses Gebietes.
Abraham Lincoln als Jurastudent.
In Springfielt hatte sich der Rechtsanwalt Lincoln dieses Haus gekauft, Ecke Eighth-Jackson Street.
Zuvor lebte Lincoln als junger Mann 6 Jahre in der Blockhaus-Siedlung am New Salem Fluß.

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Viele der Motels, Restaurants und Tankstellen entlang der historischen Route 66 zeigen sich von bedeutungsvollen Reklameschildern geschmückt umgeben. Hier begegnet man namhaften Firmen aus der Wirtschaft, aber auch wie bei diesem Motel im mittleren Westen mit den Hinweisen auf die ersten Bewohner des Landes, die Indianer, Cowboys und Trapper, Goldsucher und Bergarbeiter, sowie die Eisenbahngeschichte.

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Der moderne "Arch" ist das Wahrzeichen von St. Louis am Mississippi. Vom unterirdischen Museum mit dem treffenden Namen "Tor zum Westen" gelangt man mit einer Kabinenbahn innerhalb des Bogens auf die Höhe mit Blick über die Stadt.

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Im Hauptbahnhof von St. Louis

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In Missouri existieren sehr viele Höhlen, aber die Meramec-Tropfsteinhöhle bei Stanton an der Route 66 ist wegen ihrer Geschichte, der Größe und Schönheit unübertroffen. Einst fanden hier gesuchte Gängster Unterschlupf, unter denen wohl Jesse James der berüchtigste war.






Heutige "Oldtimer" von 1930-40 vor dem Eingang der Höhle unter schattigen Bäumen auf alter Postkarte.

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Auf der Route 66 westwärts durch Missouri. Nach der Besichtigung der Tropfsteinhöhle "Meramec" bei Stanton fuhren wir auf dem Weg nach Devil's Elbow, wo der Big Piney mit seinen Stromschnellen einen scharfen Knick macht, auf einem echten alten Teil der Route 66 mit zwei Betonbahnen. Unterwegs bieten diverse Shops, Cafés und ein Postamt willkommene Stops. In Waynesville erlebten wir einen größeren Antikladen mit zahlreichen Erinnerungsstücken an die Route 66.

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Kansas und Oklahoma

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Auf der Route 66 durch den nördlichen schmalen Streifen "Panhandle" von Texas legten wir nur 286 km zurück.

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New Mexico gehört erst seit 1848 zu den Vereinigten Staaten von Amerika, und seit 1912 als Stern im Banner der USA. Die ersten spanischen Siedler kamen als Eroberer im 16. Jahrhundert in das Gebiet, das schon seit 10.000 Jahren von unterschiedlichen Indianer-Stämmen bewohnt wurde. Von der Texanischen Grenze bei Glenrio bis nach Manuelito an der Grenze zu Arizona sind es auf der Route 66 genau 603 km. Vor dem Jahr 1937 verlief die R 66 durch New Mexico's Hauptstadt Santa Fé, doch heute nur durch die Wirtschaftsmetropole Albuquerque. Die 322 km von Texas bis Albuquerque fährt man durch gleichbleibende Landschaften, durch ein richtiges "Cowboy-Country", während sich westlich imposante Bergketten erheben und die R 66 an dem Indianer Pueblo "Acoma - Sky City" und anderen Dörfern am Fuße des nördlich aufragenden San Mateo Plateau vorbei führt. In der Nähe von Thoreau überquert die R 66 die Wasserscheide an der höchsten Stelle auf 2.217 m. Unter Anderem sind die Abstecher  in das Gebiet von Fort Sumner mit der Geschichte des "Billy the Kid" oder nach Taos mit der Ruinenstadt "Chaco" empfehlenswert.

Auf der alten Route 66 durch New Mexico
In Glenrio erinnert das heute verwaiste "Café Diner" an eine lebhafte Vergangenheit.
Vorbei an verlassenen Motels erreicht man über Bard und San Jon nach wenigen Kilometern den Ort Tucumcari.
Hier hat sich bis heute das berühmte Motel "Blue Swallow" gehalten, das im Jahr 1942 geöffnet wurde.
Der spätere Besitzer übergab es als Hochzeitsgeschenk seiner Braut Lillian, die es vier Jahrzehnte vorbildlich bewirtschaftete.
Und die neuen Besitzer pflegen die Gastlichkeit zur Freude vieler Route 66 Fans und zeigen gern die gesammelten Antiquitäten.
Im Vorraum entdeckten wir einen alten Herd aus Belgien -
- auch ein präpariertes Gürteltier aus der Steppe.
Dieses Denkmal mit der riesigen 66 steht in Tucumcari.
80 km südlich war zur Überwachung der in diese öde Landschaft getriebenen Navajos und Apachen das Fort Sumner entstanden.
In den 1880iger Jahren zeigen Navajos und ihre squaws (Frauen) vor der Trading Post ihres Reservats ein Bärenfell. (hist. Postkarte). Die Indianer wurden aus dem Internierungslager beim Fort Sumner in die Reservate zurückgeführt.
11.000 Indianer waren in das Konzentrationslager getrieben worden, von denen in den Jahren der Gefangenschaft 1863-68 etwa 3000 starben. Diese Steine wurden zum Gedenken aus den heutigen Reservaten niedergelegt.
Die Geschichte der internierten Indianer steht auf dieser Tafel beim Fort Sumner.
Die historischen Ereignisse von der Eroberung New Mexicos durch die Spanier bis zur Neuzeit findet man an der Hausbemalung.
An die festgesetzten Indianer wurden Rationsmarken verteils, da die Nahrungsmittel sehr begrenzt waren.
Hier wurden die gefangenen Indianer im verheerenden Lager inmitten der trostlosen Steppe gezählt.
Im Museum von Fort Sumner sind einige der Habseligkeiten der Indianer ausgestellt.
Ein abgedichteter Korb.
In Silver City steht die nachgebaute Blockhütte von Billy the Kid, die für den Film "The Missing" aus dem Jahre 2003 Verwendung fand.
Gemälde mit dem berüchtigten Revolverhelden "Billy the Kid".
Auf dem Friedhof besuchten wir das Grab des Gangsters "Billy the Kid", der hier von seinem Verfolger zur Strecke gebracht wurde.
Durch Gitter geschütztes Grab, von dem schon mehrfach der Grabstein von Sammlern entfernt wurde.
Beisetzung des gefürchteten Gangsters auf dem Gemälde im Museum.
Waffensammlung im Museum von Billy the Kid.
Der Rancher und Geschäftsmann Pat F. Garrett (1850-1908) erschoss als Cheriff vom Lincoln County am 14. Juli 1881 den gesetzlosen Revolverhelden.
Garrett war 1901 in El Paso vom Präsidenten Teddy Roosevelt zu höherem Posten ernannt, wurde dann am 29. Febr. 1908 bei Las Cruces im Streit von einem Cowboy ermordet.
Einige Oldtimer aus der Zeit der Route 66 im Museum.







Begenung mit einer Deutschen im Tankstellen-Laden.
Dann ging es auf der Route 66 nach einem Süppchen weiter westwärts nach Arizona.

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Der Raben-Bär stellt den Geist aller Tiere dar. Wir finden auf diesem modernen Kunstwerk des Künstlers Sue Coccia viele Tiere der Prärie, denen wir in der Natur begegnen. Der Frosch steht für Glück, Gesundheit und inneren Frieden. Im Zentrum ist die Stärke des Bären dargestellt, die Weisheit, Liebe und der Schutz durch die Schildkröte. Die Libelle bringt Erleuchtung und Verwandlung. Der Wal drückt die Individualität aus, das Verständnis für die Schlange. Der Marienkäfer bringt Glück und Freude.

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Wie New Mexico gehörte Arizona seit der Eroberung durch die Spanier zu Mexico. Die Bewohner nannten dieses trockene Wüstenland "arrida zona" - also trockene Zone. Daraus wurde Arizona - das nun seit 1912 mit einem Stern im Banner an die USA überging. Bevor die Route 66 angelegt wurde, bewältigte die Santa Fé Eisenbahn den Personen- und Gütertransport zwischen Ost und West. Aber bald wurde im Verlauf der abenteuerlichen Pisten von Holbrook her die Straße nach Westen ausgebaut und einige Niederlassungen entstanden, von deren Anfängen noch etwas zu sehen ist. Die 644 km lange Strecke durch Arizona war bis in die Mitte der 30iger Jahre nur teilweise asphaltiert. Um die Sehenswürdigkeiten kennen zu lernen, mußten die frühen Touristen manche Strapaze über sich ergehen lassen. Die meisten Benutzer dieser Route 66 jedoch hatten die Grenze nach Californien im Sinn, um dort ihr Glück zu suchen. Die Route 66 führt durch Indianerland zu den geologischen Höhepunkten "Painted Desert" und "Petrified Forest", sowie zu den Vulkanbergen und den ausgedehnten Pinienwäldern bei Flagstaff. Von Williams sind es auf einem Byway nur 48 km bis zum grandiosen "Grand Canyon".

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