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Die zu Norwegen gehörende nordatlantische Inselgruppe "Svalbard" erkundeten wir mit dem ehrwürdigen Schiff "MS Nordstjernen" im Juni 2016. Auf der Hamurger Werft Blohm&Voss erbaut, fährt die "MS Nordstjernen" seit 1956 bei den Hurtigruten und versorgte seit 1968 unter der Bergen-Linie auch die wenigen Ansiedlungen an den Küsten von Spitzbergen. Mit diesem Schiff erreichten wir von Longyearbyen aus die der nordwestlichen Insel vorgelagerten kleinen Insel "Moffen" und überquerten den 80. Breitengrad bis an die Grenze des Packeises, somit den nördlichsten Punkt unserer bisherigen Reisen.
Spitzbergen - Svalbard im Nordatlantik (Karte im Museum von Longyearbyen)
Polarbär am Eingang eines Kaufhauses in der Fußgängerzone des Hauptortes Longyearbyen

In der nördlichsten Ansiedlung am Kongsfjorden, in Ny Alesund, lebt heute eine Gemeinschaft von internationalen Forschungsstationen. in Hornsund existiert eine polnische Forschungsstation, wir sahen im Magdalene-Fjord ein Forschungsschiff aus Schweden, und in der Minenstadt Barentsburg leben die Russen vom Kohleabbau. Die Geschichte von Spitzbergen ist wegen ihrer Lage zwischen Norwegen und dem Nordpol mit den Namen von Fridtjof Nansen und seinem Gefährten Hjalmar Johansen, Roald Amundsen, Otto Sverdrup (Polarforscher) und Einar Sverdrup (Bergbau-Ingenieur), dem Italiener Nobile und vielen anderen eng verbunden. Der in Longyearbyen abgestempelte Brief trägt auch den Stempel vom welt-nördlichsten Postamt in Ny Alesund.

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Den ersten ausgestopften Polarbären begegneten wir in der Ankunftshalle des Flughafens von Longyearbyen, in einem Kaufhaus mit der Eisbergkulisse und im Nationalmuseum, ferner auch auf den Schildern am Ortsausgang zur Warnung, ab hier nur in der Begleitung einer Person mit Gewehr weiter zu gehen. Im "Coalminers-Hotel" außerhalb von Longyearbyen ist das Maskotchen ein Stoffbär, und die Svalbard-Post schmückt Certificate und Briefmarken mit dem Polarbären. Während der mehrtägigen Schiffsreise entlang der Fjorde mit zahlreichen Gletschern wurde die Begegnung mit den lebenden Tieren zum Höhepunkt.

In der Ankunftshalle des Int. Flughafens.
Entfernungs-Ortsschilder beim Flughafen.

Der Hauptort Longyearbyen liegt nördlich des 78°. Breitengrades an der Küste des Isfjordes auf der großen Insel "Spitzbergen" und zählt zu den nördlichsten Gemeinden der Welt. Nach einer wechselvollen Geschichte leben heute ca. 2000 Einwohner aus verschiedenen Ländern in dieser Stadt und erfreuen sich der Annehmlichkeiten des Mutterlandes Norwegen. Seit der Entdeckung durch den Holländer Willem Barents im Jahre 1596 hatten sich neben den Norwegern die Völker wie Dänen, Engländer, Russen und Deutsche für diese Inselgruppe interessiert, und außer des Robben- und Walfangs, sowie des Kohlebergbaues, wurde Svalbard immer wieder der Ausgangspunkt für die Expeditionen in die Arktis.

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Das Polarmuseum bietet die erforderliche Einstimmung auf eine Reise in Spitzbergen.

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Am Isfjord unweit von Longyearbyen . . .

Weißwangengänse - auch Nonnengans genannt (Branta leucopsis).
Nonnengans und Prachteider mit orangenem Stirnschild (Somateria spectabilis).
Common Eider mit rahmfarbener Brust (Somateria mollissima).
Common Eider brütet auf ihrem Daunennest . . .
. . . und hier direkt an der Hafenpier.
Meerstrandläufer - Purple Sandpiper (Calidris maritima).
. . . am Ufer mit seiner Beute.
Rock Ptarmigan in der Tundra - Schneehuhn (Lagopus muta).
Schneeammer - Snow Bunting (Plectrophenax nivalis) . . .
. . . liebt die Tundraflächen als Brutstätte.
Schmarotzerraubmöwe - Parasitic Jaeger (Stercorarius parasiticus).
Die Eismöwe - Glaucous Gull (Larus hyperboreus) bewohnt die Polargebiete der Arktis.
Der Krabbentaucher - Little Auk (Alle alle) gehört zu den Alkenvögel . . .
. . . und ist der kleinste Alkenvogel im Nordatlantik.

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MS Nordstjernen mit 2191 BRT, 80,77m Länge und 12,6 m Breite, Geschwindigkeit 15 Knoten.
Das Schiff faßt 290 Passagiere.
Die Reiseleitercrew beherrscht mehrere Sprachen.
Sicherheitsübung vor Auslaufen des Schiffes.
Bewaffnete Reiseführung bei den Landgängen.
Marte bringt vom Gletscher frisches Eis.
Gletschereis für die Dekoration am Buffett.

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Durch den Woodfjord gelangte die MS Nordstjernen in den Liefdefjord und drehte vor der fast 40 m hohen Abbruchkante des Monaco-Gletschers. Bis in diesen hohen Norden wird die Region von den Ausläufern des Golfstromes beeinflußt. Kaum zu glauben sind die geologischen Beweise und Hinweise darauf, daß in dieser Gegend mit Schnee und Eis vor 350 Millionen Jahren ein subtropisches Klima herrschte.





Eine Bartrobbe auf der Eisscholle -
. . . im Woodfjord auf dem Weg zum Monaco-Gletscher.
Die Küstenseeschwalbe - Arctic Tern (Sterna paridisaea) legt die längste Zugstrecke zurück, da sie nach dem Brüten in der Nordpolarregion zum Überwintern in die Südpolarregion fliegt.
Der Eissturmvogel - Northern Fulmar (Fulmarus glacialis) verbringt die meiste Zeit über dem offenen Meer.

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Durch die kameradschaftliche Bereitschaft von Reisegefährten, die als Tierfotographen mit entsprechend großen Objektiven unser Glück der Tierbeobachtung teilten, erhielten wir einige Schnappschüsse und sind zu ewigem Dank verpflichtet. Als anerkannter Ornitologe aus Helsinki war Jussu Vilpo mit von der Partie, und von Frank Müller aus Hofheim im Taunus stammen die Teleaufnahmen von den Polarbären im Packeis, sowie die Walrosse im hohen Norden von Spitzbergen.

Rechts im Bild Jussu Vilpo mit dem starken Objektiv im Liefdefjord beim Monaco-Gletscher.

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Impressionen vom "Magdalenefjord" an der Nordwestküste des Albert I. Land, in den die MS Nordstjernen nachts von 02 bis 03 Uhr bei strahlendem Sonnenlicht bis zum Gletscher einfuhr.
















Die Dreizehenmöwe (Rissa tridactyla) auf einer Eisscholle.
Der Eissturmvogel - Northern Fulmar (Fulmarus glacialis) verbringt die meiste Zeit über dem offenen Meer.
Die Dreizehenmöwe - Black legged Kittiwake.

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Vom Isfjorden fuhr die MS Nordstjernen südwärts in den Grönfjorden zur russischen Kohlebergbau-Siedlung Barentsburg mit Blick auf den Fridtjov-Gletscher.

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Ny Alesund an der nördlichen Küste von Oskar II Land am Kongsfjorden gehört zu den nördlichsten Gemeinden der Welt. Je nach der Jahreszeit leben in dieser Siedlung zwischen 30 und 150 Menschen. Bis zur Stillegung der Bergwerke im Jahre 1963 war der Abbau von Kohle durch die Firma Kings Bay Kull Compani AS die Lebensgrundlage dieser Gemeinde. Heute ist der Ort ein internationales Zentrum für die Polarforschung und Umweltüberwachung. Die Kings Bay AS sorgt für die Infrastruktur. Das Norwegische Polarinstitut wurde 1968 errichtet, und mittlerweile arbeiten hier die Wissenschaftler aus den Ländern Großbritannien, Deutschland, Japan, Niederlande, Frankreich, Süd-Korea, China und Indien in ihren eigenen Forschungsstationen.



In den Zeiten der Bergwerke beförderte man die Kohle in diesen Loren zum Hafen. In den Holzhäusern wurden Mehl, Kaffee, Zucker und Trockenfrüchte gelagert.
Rechts im Bild steht das "Mellagerat" - ein Mehl-Lager aus dem Jahre 1919. Heute ist dort ein kleines Café eingerichtet.
Die Lokomotive 1909 in Berlin gebaut, gelangte 1917 vom Salangs-Werk über Tromsö nach Ny Alesund, um die Kohle zum Kai zu befördern.
In den Häusern leben zeitweise die Forscher aus aller Welt.
Mitten im Ort befindet sich das nördlichste Postamt der Welt . . .
. . . dort liegen für den Besucher verschiedene Poststempel bereit.
Die Post wird von hier über Longyearbyen befördert. Umschläge und Briefmarken verkauft die kleine Postfiliale.
Roald Amundsen startete hier den Versuch, als erster Mensch den Nordpol zu überfliegen.
Der Mast für das Anlegen des Zeppelins steht noch, die Halle ist verschwunden.

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