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Kambodscha

Kambodscha
Kambodscha

Für unsere Reise nach Kambodscha zu den einst verschollenen Palästen der Götter in Angkor Wat - und ein Wiedersehen mit Myanmar - wählten wir wegen dem Folklorefestival im Norden von Burma  die Reisezeit vom 31. Dezember - 28. Januar 2008. Für die Tempel-Region von Angkor Wat stand uns zum Glück eine Woche zur Verfügung.

 

Unser erster Besuch galt den Roluos-Tempeln nahe dem Dorf Roluos etwa 12 km östlich von Siem Reap. Die noch vorhandenen Tempelanlagen stammen aus der Zeit des historischen Khmer-Reiches und gehören zu den ältesten Zeugnissen der religiösen Baukunst von Angkor des früphen 9. Jahrhunderts. König Jayavarman II. gilt als Gründer des damaligen Reiches Kambudja und ließ die Tempel und Wasserbecken in Stein errichten. Während sonst keine Paläste oder Wohnhäuser aus jener Zeit vorhanden sind, stehen die Tempel  jeweil auf niedrigen künstlichen Hügeln, die bei angestautem Wasser mit dem Boot zu erreichen waren.

Der Lolei-Tempel wurde im Jahr 893 n.Chr. eingeweiht
und ist der besterhaltene der ursprünglich vier Turmbauten
im Stil des Preah Ko mit Skulpturen aus Stein . . .
den halb menschlichen, halb göttlichen Frauen
hier zwei der ca. 1850 "Apsaras" in Angkor Wat
mit Säulen und Texten zur Geschichte der Tempel
verzierte Türrahmen schmücken die Ziegelgebäude
und Architrave mit Szenen aus der göttlichen Welt
Die Preah Ko-Tempel stehen auf künstlichen Inseln
in den heute trockenen Staubecken mit Ummauerung
mit dem hl. Nandustier vor dem Heiligtum
seit dem sie vom Dschungel befreit wurden
rings um den Tempelberg mit Elefanten
und Göttern auf den Terrassen des Bakong-Tempels
aus dem 9. Jh. und dem Gott Shiva geweiht
die der Pilger mühsam erklimmen mußte
war die erste Tempelpyramide in Angkor
und diente König Indravarmans II. als Staatstempel
Wächterfiguren am Bakong-Tempel - Löwe . . .
und Elefant
und Relief an einer der Terrassen
Der Prasat Kravan ist ein dem Hindugott Vishnu geweihter Tempel
von 921 n.Chr. in Ziegelarchitektur mit aus den Ziegeln gearbeiteten Reliefs
den Gott Vishnu sowie seine Gemahlin Lakshmi darstellend
Im Dorf begegneten wir dem Mönch vor einem Heiligtum mit Nats
und fanden ein gutes Restaurant mit köstlichen Angeboten
so auch an den übrigen Tagen im Schatten der Tempelanlagen
und auf dem Markt in Siem Reap
oder einen Imbiss von Beiwagen des Motorrads

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Die Khmer haben mit ihrer sakralen Architektur eine zu Stein gewordene symbolische Welt geschaffen. Wir erleben in Angkor Wat den heiligen Berg "Meru", der von mythischen Ozeanen umgeben ist. Diese religiösen Strömungen kamen in einer Vielfalt des Glaubens aus Indien und prägten das historische Reich der Khmer. Hier, im Mittelpunkt ihres ausgedehnten Reiches, entstanden diese gewaltigen Tempelanlagen mit Königsresidenzen und buddhistischen Klöstern.

"Wat" ist ein ummauerter Komplex mit religiösen Bauwerken
der königlichen Residenz und buddhistischen Klosteranlagen
wo sich hinter diesen Mauern mit säulengeschmückten Fenstern
die berühmten Flachreliefs aus dem 12. Jahrhundert befinden
Den Herrscher mit seinen Untertanen
und Eroberungen darstellend
Noch heute bezeugen die Wasserbecken mit den Wächterfiguren
Löwen und Garuda - den hl. Tieren der Götter -
das hochentwickelte Bewässerungssystem wie z.B. im Srah Srang Wasser-Reservoir
Um das Tempelareal ist ein breiter Wassergraben angelegt
der symbolisch den Urozean darstellt und zu überschreiten war
entlang einer vielköpfigen Kobra - der Naga-Brüstung
von Göttern getragen auf einem Damm
zum Eingang des Tempelbezirks auf der Fläche eines Vierecks
Gute und böse Götter tragen die Naga-Schlange
Götter
Im Zentrum von Angkor Thom gehört der Bayon vom 12. Jahrhundert
mit den Gesichtern des herrschenden Königs
zu den weltweit faszinierendsten Heiligtümern

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Mitte des 12. bis Anfang des 13. Jahrhundert wurde unter König Jayavarman VII. die  Klosteranlage "Banteay Kdei" erbaut, die dem Ta Prohm ähnlich sieht und von einer Mauer mit Seitenlängen von 800 Metern umgeben ist. Auch hier ist der Eingang durch einen Gesichterturm gekennzeichnet.

Tor mit dem Gesicht von Siddhartha Gautama
und das Heiligtum umgebende Mauer im Dschungel
Neben Buddha als Perfektion der Weisheit
auch Tänzerinnen aus der hinduistischen Glaubenswelt
das reichlich mit Skulpturen geschmückte Gebäude
wird auch "Halle der Tänzerinnen" genannt
und zeigt die anmutigen Tänzerinnen
die "Apsaras" - die auch als Geister der Wolken und Gewässer gelten
vergleichbar mit den Nymphen der griechischen
und römischen Mythologie
Die "Apsaras" - halb menschliche und halb göttliche Frauen
leben im Palast des Gottes Indra

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Unter dem gleichen König und seinem Nachfolger Indravarman II. entstand das große Kloster "Ta Prohm" mit einer Vielzahl von Darstellungen aus der hinduistischen Mythologie neben dem buddhistischen Konzept. In den Heiligtümern verehrte man 260 Götter und Göttinnen. Diese Tempelanlage ist ein Beispiel für den Synkretismus der damaligen Khmer. Die Archäologen unserer Zeit beließen einen Tempelbezirk in dem Zustand, in dem die Anlagen vom Dschungel überwuchert fanden. Die mächtigen Würgefeigen und Tetrameles nudiflora machen diese Ruinen so eindrucksvoll.

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Das Wasser bestimmte das Leben der Khmer - so auch heute die Existenz der Menschen  im Gebiet des Mekong und dem großen See Thonle Sap. Fische waren immer reichlich vorhanden. Kambodscha ist stark durch die Landwirtschaft geprägt und die Reisfelder bedecken 80% der Anbaufläche. Dennoch wird man mit einer unbeschreiblichen Armut konfrontiert und spürt noch überall die Folgen der verheerenden Kriege unseres Jahrhunderts.

Auf dem Fluss
und Siedlung im bewaldeten Sumpfgebiet
Handel und Fischfang bestimmen
das Leben der Bevölkerung
am Fluss
deren Räumlichkeiten begrenzt sind
der tägliche Fischfang mit den Netzen
und manchmal auch ein besserer Fang
Aus dem Norden wird Bambus für den
Hausbau in Floßen herangebracht
und die Kleinen üben sich
Für die Zeit des Hochwassers
baut man die Wohnhäuser auf Stelzen
Wasserpumpen sind das Geschenk von US-Bürgern
Supermarkt am Wegesrand mit den wichtigsten Artikeln
Von Reis und Bananen leben die meisten Bewohner
die täglich ihre Felder mit Rindergespannen bestellen
oder sich besseren Geräten bedienen
und erfreuen sich einer 2-3maligen Ernte im Jahr
Diese Nüsse wurden mit einem Motorrad transportiert
die Wahlplakate versprechen eine gute Zukunft
die buddh. Tempel wurden nach den Kriegen neu gebaut
und auch die Andenkenstände erstanden aus den Trümmern
der kleine Tempel für ein Gebet
Herstellung einer süßen Masse aus Nußsaft
für die Bonbons
Lotos

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