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Norwegen

Norwegen mit der Hauptstadt Oslo

Norwegen mit der Hauptstadt Oslo

Ein langjähriger Traum, die Norwegische Küste bis in die Barentsee mit den schneebedeckten Bergen und Häfen wohlgeborgen vom Schiff aus zu erleben, ging in der Zeit vom 24.Januar bis 4.Februar 2012 in Erfüllung. Neben anderen Informationen über Land und Leute war das neue Buch "Polarlichter" von Dr. Birgit und Dr. Kristian Schlegel zum besseren Verstehen der eindrucksvollen Leuchterscheinungen am Nachthimmel stets in unserer Hand. Dadurch war es uns eine besondere Freude, einigen Mitreisenden  über den nächtlichen Zauber Auskunft zu geben.

Das Buch ist im Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg für 24.95 Euro zu beziehen. (www.spektrum-verlag.de) 

 

Das Postschiff "Polarlys" von der Hurtigroute, 1996 in der norwegischen Werft von Ulsteinvik für 737 Passagiere gebaut, legte auf der 12tägigen Seereise von Bergen - Kirkenes - Bergen  5150 km bzw. 3220 Seemeilen zurück. Bei erstaunlich ruhiger See und einer Reisegeschwindigkeit von 15 Knoten erlebten wir die winterlichen Küsten und zahllosen Inseln.

Mit ihm folgten wir dem Golfstrom bis zum Nordkap und darüber hinaus in den Fjord mit Kirkenes, der nur in sehr strengen Wintern zufrieren kann, während die Barentsee bis nach Murmansk in Rußland eisfrei bleibt. Diese warmen Meeresströmungen kommen vom Golf von Mexico an Florida vorbei über den Atlantik nach Osten und ermöglichen den Menschen und Tieren das Leben in dieser Region. Ohne dem wäre Norwegen wie Grönland mit Eis überzogen, die vielen Fjorde wären im Winter zugefroren.

 

Auf der klassischen Postschiffroute wegen des "Polarlichtes" durch das Winter-Wunderland.

Die Postfahne am Heck erinnert an den früheren Posttransport.
Die "MS Polarlys" ist mit 123 Metern Länge und 19,5 Metern Breite und der eleganten Einrichtung ein richtiges Kreuzfahrtschiff.
Die kalte Luft erfordert warme Kleidung.
Brückendurchfahrt.
Der Name des Schiffes ist eine Hommage an "Aurora borealis" - dem für Norwegens Norden typischen Polarlichtes.
In neuerer Zeit werden nur Güter transportiert. Foto beim Einchecken am 24.1. um 16 Uhr. Es sind auch 35 Autostellplätze vorhanden.
Aufgang mit Marmorskulpturen als Augenweide.
Salon
Salon
Bar
Steward an der Bar
Der Kapitän stellt im Restaurant seine Mannschaft vor.
Restaurant
Restaurant
Souvenirladen
Durch die Polarlicht-Darstellungen wird der Passagier auf die Leuchterscheinungen eingestimmt.
Künstlerisches Polarlicht.
Darstellungen aus der Wikingerzeit schmücken die Wände.
Im Salon des Panoramadecks.
Während des Aufenthalts in den kleinen Häfen kamen oft Besucher und genossen die Abwechslung.

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Fahrt zu den Häfen Maloy, durch die offene Seestrecke Stadhavet, Torvik und Alesund, Molde, durch die offene Seestrecke Hustadvika, Kristiansund, Trondheim, durch die offene Seestrecke Folda, Harsvik, Rörvik, Sandnessjoen, Örnes, Bodö, durch den Vestfjord zu den Lofoten, Stamsund, Svolvaer, Stokmarknes, durch den Raftsundet, Harstad, Finnsnes, Tromsö.

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Bei der Passage des Polarkreises 66°33' N gab es eine Polarkreistaufe, bei der sich die mutigen Täuflinge eine Kelle Eiswasser in den Kragen gießen ließen.

Am Polarkreis
Polarkreistaufe
Der Polarkreis ist die Grenze zum Land der Mitternachtsonne. Den unsichtbaren Ring um den Erdball markiert den südlichsten Punkt, an dem die Mitternachtsonne im Juni 24 Stunden lang scheint. Wissenschaftler haben genau errechnet, wo der Punkt der Sonnenwende am 21. Juni und 21. Dezember liegt. Auf der kleinen Insel "Vikingen" an der Route des Postschiffes erkennt man bei Tageslicht den Globus, der den Verlauf des Polarkreises kennzeichnet. Am 22. Dezember erreicht die Sonne ihren niedrigsten Stand und ist für einige Zeit im nördlichen Bereich nicht zu sehen. Doch ganz dunkel ist es auch dann nicht, am Himmel zeichnen sich helle Flecken ab. Im Verlauf des Januar steigt die Sonne im Norden wieder über den Horizont, wie es auf einigen Bildern dieser Jahreszeit zu sehen ist. Unser Reisefreund und Photograph Dieter Hofmann mit dem Meeresgott Neptun.

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Tromsö - die größte Stadt in Nordnorwegen, auch Hauptstadt des Eismeeres genannt, von der aus viele Nordpol-Expeditionen ausgingen. In der rund 68.500 Einwohner zählenden Stadt befinden sich ein bedeutendes Universitätsklinikum, die Norwegische Fischereihochschule, das Umweltforschungszentrum und andere touristische Sehenswürdigkeiten. Neben der nördlichsten Universität wird die nördlichste Kathedrale der Welt gerne besucht. Die Stadt liegt 344 km nördlich des Polarkreises auf der geographischen Breite von Nord-Alaska!

Der unbedingte Höhepunkt ist der Zauber des Polarlichtes!

Die Eismeer-Kathedrale

Die im Jahre 1960 erbaute Brücke stellt die Verbindung der Stadt mit dem Festland her. Das Zentrum und die Station der Hurtigrouten liegen auf der Insel Tromsoya.
Wenn der Himmel an den Wintertagen klar ist, ist es trotzdem hell, jedoch bleibt die Sonne unterhalb des Horizontes verborgen..
Im Jahre 1861 wurde der Dom eingeweiht.

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Fahrt durch den Ullsfjord zu den Häfen Skörvöy, Öksfjord, Hammerfest, Havöysund, um die Nordkap-Insel Mageröya nach Honningsvag, Kjöllefjord, Mehamn, Gamvik, Berlevag, Batsfjord, Vardö, Vadsö, Kirkenes.

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Aus dem Buch von Ute's Cousine Birgit und ihrem Mann Kristian: "Das Polarlicht wird durch elektrisch geladene Teilchen verursacht, die aus der Magnetosphäre in die Erdatmosphäre eindringen. Als Magnetosphäre bezeichnen die Geophysiker den Teil des erdnahen Weltraums, der noch vom Magnetfeld der Erde erfüllt ist. Wer in einer Winternacht in Nordeuropa oder Nordamerika das Glück hat, Polarlichter zu beobachten, wird von der Fülle der Formen und Farben, aber auch von der Dynamik der Erscheinung beeindruckt sein."

Das Polarlicht erscheint in verschiedenen Farben, abhängig davon, mit welchen Gasen die Sonnenpartikel zusammenstoßen.
Das geschieht in unterschiedlichen Höhen der Atmosphäre. In über 150 km Höhe leuchtet rötliches Licht.
Das uns am nächsten erscheinende Nordlicht tanzt mit den blau-violetten Farben in 90-120 Höhe.
Das gelbgrüne Leuchten der von der Sonne abgestoßenen Partikel findet etwa 120 km über dem Beschauer statt.




Die faszinierenden Leuchterscheinungen des Atmosphärenkinos lassen sich in diesem Bildband sehr gut bewundern.
Die eindrucksvollen Fotos beantworten viele Fragen, die man sich seit der frühesten Jugend stellte. Wer sich seine Neugier bewahrt hat, wird von diesem physikalischen Bilderbuch begeistert sein.

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