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Tschechien

 

Der hier abgebildete einzigartige Reiseführer ist uns bei jeder Reise durch die Tschechische Republik unentbehrlich geworden. Das Buch führte uns stets zu den interessantesten Orte mit ihren historischen Sehenswürdigkeiten in landschaftlich schöner Umgebung. Neben anderen Büchern und Landkarten zu diesem Nachbarland ist diese Publikation sehr zu empfehlen.

Bereits seit vielen Jahren bereichern einige alte Postkarten von der "Oberen Elbe", die im tschechischen Böhmen "Labe" heißt, unsere Sammlung, so daß wir endlich im August 2012 eine weitere Reise durch Tschechien unternahmen, um in erster Linie diesem Fluß und ihrem bedeutenden Nebenfluß "Moldau", die in Tschechien "Vltava" genannt wird, zu folgen. Für die Fahrten durch das wunderschöne Land war unser Vito mit der Campingeinrichtung unser Zuhause, während die achttägige Flußreise auf der "Moldau-Elbe" ab Prag mit der "MS Florentina" erfolgte.

Die abgebildete Postkarte aus den 20iger Jahren zeigt eine der sieben Quellbäche der Elbe, die am Südhang des Riesengebirges entspringen. Also begannen wir unsere Reise am Fuße der Schneekoppe in dem bekannten Urlaubsgebiet von Spindlermühle, um den Ursprung des bedeutenden Flusses zu erkunden. Die Quellen liegen in einer Höhe von ca. 1390 Metern westlich der höchsten Erhebung des Riesengebirges, deren Gipfel mit 1606 Meter wir durch eine Wanderung auch gleich erlebten. Die Elbe legt von hier bis zur Einmündung in die Nordsee bei Cuxhaven 1165 Km zurück.

Nach der ersten Seilbahn folgen wir dem Wanderweg zur Schneekoppe, denn die zweite Strecke der Seilbahn befindet sich bis zum Jahre 2014 im Umbau.

Postkarte von 1922 mit der Schneekoppe und Ober-Krummhübel. Die nächste Postkarte zeigt auf der Rückseite den Stempel von 1928 und zeigt auf 1490 m Höhe die Schneegrubenbaude.

Spindlermühle ist wohl der bekannteste tschechische Sommer- und Wintersportort.
Luftkurort Spindlermühle im Nationalpark "Riesengebirge".
Kirche "Peter und Paul"
"Kostelpetrapavla"
Kirchenschiff
Skulpturen an einem Wegekreuz
Szenenbemaltes Kreuz aus der Kirche
Wegekreuz
An der jungen Elbe
Elbe
Erster Stausee
Elbe Staumauer
Rübezahl
Elbe
Elbe
Nepomuk finden wir als den Schutzpatron Böhmens an vielen Brücken stehen.

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Johann von Nepomuk, der Schutzpatron Böhmens, über dessen Leben und Tod nur mündliche Überlieferungen vorhanden waren, soll im Jahre 1330 im böhmischen Städtchen Nepomuk geboren sein. Erst später wurden um 1670 vom Jesuiten Balbinus die Legenden um den Heiligen abgefaßt und lassen ihn auf der Universität zu Prag die Würde eines Magisters erlangen. Nachdem er die Priesterweihe empfangen hatte, wurde er Prediger an der Teynkirche in Prag, bald darauf Domherr von St. Veit und Propst der Allerheiligen-Kirche. Unter dem König Wenzel IV. war er Almosen-Pfleger und Beichtvater der Königin Johanna. Als solcher wurde er 1383 am Vorabend des Christi Himmelfahrtstag, weil er trotz aller Drohungen des Königs und der Folterqualen nicht verraten wollte, was ihm die Königin im Beichtstuhl anvertraut hatte, in die Moldau gestützt. Die Geschichte kennt allerdings einen Nepomuk, der am 20. März 1393 auf Befehl Wenzels wegen kirchenpolitischer Meinungs- verschiedenheiten ertränkt wurde. Sein Gedächtnistag, der 16. Mai, wird in Böhmen bis in unsere Zeit als Kirchen- und Volksfest begangen.

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Wir besuchen das erste bedeutende Städtchen >Vrchlabi< (Hohenelbe) an der jungen Elbe, einem der Eintrittstore zum Riesengebirge. Übernachtet haben wir auf dem südlich in herrlicher Waldlandschaft gelegenen empfehlenswerten Campingplatz bei Horni Branná.

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Die Kirche der Heiligen Katharina von Alexandrien mit dem alten deutschen Friedhof bei Mladé Buky am Fuße des Riesengebirges. Der durch die Täler fließende Bach "Malá Úpa" entspringt auch nahe der Schneekoppe und gehört zu den Quellflüssen der oberen Elbe.

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Das Riesengebirge ist das sagenhafte Reich des volkstümlichen Berggeistes "Rübezahl", der am Fuße des höchsten Gipfels, der 1602 Meter hohen Schneekoppe, beheimatet ist. Das Gebirge mit der gemeinsamen Grenze zwischen Tschechien und Polen gehört zu den schönsten europäischen Bergketten. Die wertvollsten Gebiete dieses Berglandes sind durch den 1959 geschaffenen Nationalpark geschützt. Dazu gehört auch die aus Norwegen in den polnischen Luftkurort Karpacz übertragene "Stabkirche von Wang".

Von der tschechisch-polnischen Grenze geht der Blick weit nach Schlesien -
und über die sanften Berge des Riesengebirges.


Wanderweg zur Schneekoppe.

Durch den Wald zur Holzkirche in Wang.
Waldblumen.
Die Perle des Riesengebirges ist die nordische Kirche aus dem 12. Jahrhundert. Daneben steht das Pfarrhaus mit Gästezimmern.
Der Glockenturm aus Granit wurde seitlich hinzugefügt. Beim Bau der Kirche wurde kein Nagel verwendet.
Auch der alte Friedhof steht unter Denkmalschutz.

Die Kirche wurde ursprünglich in Vang am Vangsmjösa-See in Norwegen erbaut und gehört zu den Stabkirchen.
Als sie zu Beginn des 19. Jh. abgerissen werden sollte, wurde sie vom preuß. König Fr. Wilhelm IV. erworben -
und 1842 in Krummhübel (Karpacz) originalgetreu aufgebaut.
Das Kirchenschiff wird von geschlossenen Umgängen mit Fenstern und Türen umgeben.
Die nordischen Ornamente in Holz geschnitzt sind wahre Kunstwerke der Wikinger-Nachfahren.

Blick in den zentralen Kirchenraum.

Geschitzter Holzlöwe am Eingang.

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Königsgrätz (Hradec Králové) am Zusammenfluß von Elbe und Orlice bietet viele sehenswerte Baustile rund um den Marktplatz in der historischen Altstadt.

Die Elbe fließt um die historische Altstadt.
Der weiße Sandsteinturm aus dem 16. Jh. erhebt sich neben den Barockbauten des Bischofssitzes und der Marienkirche.

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Westlich von Königsgrätz besuchten wir die Schlachtfelder des Krieges von 1866 rund um die kleine Ortschaft Chlum.

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Kuks an der Elbe

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Prélouc und die Schleusen an der Elbe der Reihe nach flußabwärts: 1. Pardubice, 2. Srnojedy, 3. Týnec n/Labem, 4. Veletov, 5. Kolin, 6. Klavary, 7. Velký Osek, 8. Podébrady, 9. Nymburg, 10. Kostomlátky, 11. Hradistko, 12. Lysá n/Labem, 13. Celákovice, 14. Brandýs n/Labem, 15. Kostelec n/Labem, 16. Lobkovice, 17. Obristvi, 18. Dolni Berkovice, 19. Stéti, 20. Roudnice n/Labem, 21. Ceské Konopisty, 22. Lovosice, 23. Strékov.

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Kuttenberg

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Kuttenberg - die berühmte Bergbaustadt

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Das Münzen-Museum im Schloss

Die Kirche Maria-Himmelfahrt und Johannes des Täufers

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Der jungen Elbe flußabwärts folgend erreichten wir über Kolin, Podébrady und Nymburg schließlich Mélnik. Am Fuße der von Weinbergen umgebenen alten Stadt mündet die Moldau in die Elbe.

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Mit der "MS/Florentina" von Prag auf der Moldau (Vltava) bis Mühlhausen und Melnik.

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In Mühlhausen an der Moldau (Nelahozeves an der Vltava) folgten wir den Spuren des Musikkomponisten Antonin Dvorák und der Familie Lobkowitzer in einem der Schlösser. Hinter den Mauern dieses Schlosses befindet sich die Roudnicer Bildersammlung in prachtvollen Räumen, in denen aus Sicherheitsgründen das Fotografieren nicht erlaubt ist.

Das Schloss Nelahozeves aus dem 16.-17. Jhdt. am erhöhten Ufer der Moldau.
In prächtigen Räumen befinden sich hervorragende Sammlungen.
Die Fassaden sind durch Grafitti geschmückt.
Skulpturen und Wappen zieren die Portale.
Grafitti an den Außenwänden zur Moldau hin.
Malerei von geometrischen Mustern.
Eine alte Skizze zeigt das Schloß der Lobkowitzer.
Geburtshaus von A. Dvorák.
Der hier am 8.11.1841 das Licht der Welt erblickte . . .
und gegenüber in der Kirche die Taufe empfing.
Vor dem Altar steht das historische Taufbecken.
A. Dvorák starb am 1. Mai in Prag.
Kapelle mit dem Taufbecken.
Bild des böhmischen Komponisten (8.11.1841-1.5.1904)
Büste des Mitbegründers der neueren tschech. Musik für Tänze, Rhapsodien und Sinfonien.
Zimmer in Dvoráks Geburtshaus.
Reisepaß aus der Zeit von Franz Joseph I.

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Nur 15 km von Mélnik entfernt besuchten wir in den Wäldern die gotische Burg Kokorzin (Kokorin).

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Leitmeritz - das heutige Litomérice - liegt malerisch am Zusammenfluß der Eger und der Elbe in der Theresienstädter Ebene. Die ehemalige Königsstadt bewahrt eine sehenswerte Ansammlung alter Gebäude und Denkmäler aus ihrer Blütezeit als Handelzentrum, die wir an zwei Tagen aufsuchten. Unser Quartier fanden wir am schönen Campingplatz am Ufer der Elbe direkt unterhalb der Altstadt.

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Theresienstadt - Terezin, die spätbarocke Festung vom Ende des 18. Jahrhundert auf der linken Seite der Eger, sowie die kleinere Festung auf der rechten Seite der Eger liegen nur wenige Kilometer von Leitmeritz (Litomêrice) entfernt. Während des 2. Weltkrieges hatten die deutschen Machthaber die Stadt in ein Judenghetto umgewandelt und in der kleineren Festung ein KZ eingerichtet. Wir besuchten den Friedhof und die nationale Kulturgedenkstätte.

Plan der historischen Stadt und der kleinen Festung beiderseits der Eger (Ohre) mit den Gedenkstätten.
Ablaßwehr am mittleren Schutzwall. Ein System der unterirdischen Schieber ermöglichte das regulierte Ein- und Auslassen der Wassergräben rund um die befestigte Stadt.
Gedenkstätte am Ufer der Eger kurz vor der Mündung in die Elbe.
Hier warfen die Nazis 1944 die Asche von zweiundzwanzig tausend jüdischen Opfern in den Fluß.
In Sichtweite von Leitmeritz standen wir an dem Ort des Unfaßbaren.
Gedenkinschrift an der Eger (Ohre).
Friedhof der zahllosen Opfer vor den Mauern des KZ Theresienstadt.
Die Grabsteine für die ermordeten Juden und politschen Häftlingen tragen oft nur eine Nummer.

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Nur wenige Kilometer westlich von Theresienstadt standen wir im grünen Tal der Eger (Ohre) vor dem Eingang des ehemaligen Prämonstratenser-Nonnenkloster Doksany (deutsch Doxan). Die weitläufige Anlage mit großem Park am Fluß wurde im Jahre 1144 gegründet, jedoch 1872 aufgelöst. Heute leben nur wenige Nonnen in einem bewohnbaren Gebäudeteil und sind zuweilen mit ihren Gesängen in der dominanten Marienkirche anwesend. Das ursprünglich romanische Kloster wurde im Laufe der Zeit umgebaut und gehört heute mit der barocken Hauptkirche zu den bedeutendsten Kirchendenkmälern in Mitteleuropa. Von der um 1200 erbauten romanischen Basilika blieben die Gruft mit Säulen und Apsiden erhalten.

Das Prämonstratenser-Frauenkloster liegt an den Ufern der Eger (Ohre). Als es im Jahre 1200 niederbrannte, blieben die Kirchenmauern und die Krypta erhalten. Die ersten Ordensschwestern kamen 1143 aus dem Kloster in Dünnwald und bauten hier eine neue Klosterschule auf.
Durch den barocken Haupteingang betritt man heute die große Anlage mit mehreren Höfen. Diese Klosterschule wurde von den Töchtern des Adels besucht und bestand etwa 600 Jahr lang bis 1782.
Auf dem ersten Hof steht die Mariensäule. Der Gottesmutter weihte man die Kirche, die selbst die Hussitenzeit und den 30jährigen Krieg überdauerte.
Im Jahre 1889 fielen zahlreiche Umbauten an. Auch die Tochter Agnes von König Ottokar I. war hier Schülerin. In den barocken Gebäuden sind Säle und Refektorium erhalten.
Heiliger Andreas am Sockel der Mariensäule.
Die Himmelsgöttin mit Jesus.
Die Klosterkirche und zahlreiche Wirtschaftsgebäude sind aus der Blütezeit erhalten.
Die bekanntesten Bauherren waren der Propst Josef Mika und Ignaz Dientzenhofer im 17. und 18. Jahrhundert.
Einstmals prächtige Anlage mit Terrassen
Pavillons und Wandelhallen
Angegliederter Gutshof
Zerfallene Treppen zum Park
Park
Eger
Pfau
Die Krypta liegt unterhalb des Westteils der Kirche
Kirche
Kirche
Zugang zur Krypta im Laubengang
Ein unregelmäßiges Kreuzgewölbe überdeckt die Krypta, die aus zwei Räumen besteht.
Die Wölbung des großen Raumes ruht auf 17 Säulen
Die Kapitäle sind vielseitig ausgeschmückt.
Im Jahre 1889 umgebaut diente sie als Grabstätte der damaligen Besitzer des Klosters.

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