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Russland - Sibirien

Russland
Russland - Sibirien

Auf dem Weg nach Peking befand sich in unserem Reisegepäck auch das Buch "Das Mädchen Orchidee" von Pearl S. Buck für die vielen Stunden in der "Transmongolischen Eisenbahn". Die Nobelpreisträgerin schildert darin das Leben der letzten regierenden Kaiserin von China, denn im heutigen "Beijing" standen natürlich der Besuch der "Verbotenen Stadt" und des Sommerpalastes auf unserem Programm. In der frühen Geschichte Chinas drangen die Feinde in diesem Fall von Norden her ein. Man kannte am chinesischen Kaiserhof die Russen schon seit 500 Jahren, seit dem der große Kublai Khan die Russen als Leibwächter um sich hatte, wie später alle Kaiser seiner Dynastie. Zweihundert Jahre nach ihm führte ein gewisser Jermak, ein russischer Landräuber und Abenteurer, auf dessen Kopf ein Preis gesetzt war, seine wilde Bande über den Ural, um für die Kaufleute, in deren Diensten er stand, Pelze zu besorgen. Er kämpfte gegen die nördlichen Stämme im Tal des großen Flusses Ob und nahm ihre Stadt "S i b e r" ein. Er beanspruchte das Land im Namen des Zaren, und so wurde später die ganze Gegend "Sibirien" genannt. Für diese Eroberungen wurden ihm seine Süden verziehen, und sein Volk nennt ihn noch heute einen großen Mann.

Und nun flogen wir mit dem Nordlicht am Horizont über Sibirien der Hauptstadt Mittelsibiriens entgegen, um Irkutsk und den Baikal-See in den letzten Maitagen 2012 zu erkunden.

Wie im Norden von Europa ist der Himmel am Horizont von Sibirien in den Sommermonaten die ganze Nacht über erleuchtet.
Bei Tagesanbruch landeten wir in Irkutsk. Wenige Stunden später liefen wir die gerade Hauptstrasse zum Denkmal des Zaren Alexander III. am Ufer der Angara.
Irkutsk liegt in einer großen Schleife der Angara mit einigen Kirchen an der Stelle einer früheren Zitadelle (auf dem Plan Nr. 18).
Zar Alexander III. unterzeichnete am 17. März 1891 das Bauvorhaben der Transsibirischen Eisenbahn (auf dem Plan Nr. 1).
Die alte Universität
Zu den ersten Kinos der Stadt gehört dieser Bau, einst von türkischen Kaufleuten erbaut. 1931 zeigte man den ersten Tonfilm, 1936 den ersten Farbfilm.
Die Sehenswürdigkeiten sind nummeriert über die ganze Stadt verstreut und auf Karten gut beschrieben.
Die Angara kommt aus dem Baikalsee und gehört zu den großen Flüssen, die dem Jenissei zufließen.
Ein buntes Volksleben auf den Plätzen verleiht Irkutsk eine heitere Atmosphäre.
Schauspieler berichten aus der sibirischen Geschichte auf der Promenade am Fluß.
Die Kinder vergnügen sich bei Spielen und beim Basteln . . .
. . . oder treiben gemeinsam Sport.
Das Hist. Museum zeigt Bilder vom ersten Irkutsk - das hölzerne Fort von 1661.
und den einzelnen Volksstämmen in Sibirien,
mit deren Handwerkskunst, als sie noch als Fallensteller durch die Wildnis zogen.
Kleidungsstücke der mongolischen Bevölkerung.
Silberne Gürtelschnalle.
Darstellung von Christus als Applikation auf altem Altartuch.
In diesem reich verzierten Holzgebäude, dem "Europahaus" in Irkutsk, trifft sich der Verein der Rußland-Deutschen.
Kunstvoll geschnitzte Fensterläden halten die Bewohner in Ehren.
Die verzierten Fenster sind ein Wunderwerk der sibirischen Holzbauarchitektur wie auch im übrigen Rußland.
Dieses Holzhaus der Volkonsky's stand 1838 im Dorf Uric, und wurde 1847 nach Irkutsk transportiert.
Seit 1985 werden in dem Museum Erinnerungen aus der Volkonsky- und Decembrist-Zeit gezeigt.
Die Kathedrale der "Gottesmutter von Kasan"
Betende vor der Ikonenwand mit einer Kopie der Gottesmutter von Kasan
Ikonenwand und Durchgang zum Kirchenhauptschiff.
Opferkerzen vor einem Schutzengel.
Kopie der wundertätigen Ikone.
Andacht vor dem Hauptaltar
Kuppelgestaltung in der Kasaner Kathedrale von Irkutsk, linkes Seitenschiff.
Kuppel des Kirchenhauptschiffes.
Moses mit den zehn Geboten unter den Wanddarstellungen.
Der russisch-orthodoxe Patriarchs zu Besuch in Irkutsk.

An der Gedenkstätte vorbei zum Kloster der "Maria Erscheinung".
Das Kloster wurde 1683 gegründet. Auf dem Gelände befinden sich die Gräber bedeutender Persönlichkeiten aus der russischen Geschichte.
Neben der Kirche befinden sich die Gräber einiger Dekabristen, der Fürstin Jekaterina Trubezkaja mit drei Söhnen, die ihrem zur Zwangsarbeit verurteilten Mann nach Sibirien gefolgt war.
Das Grab von Gregori Schelechow fällt besonders auf. Er wurde 1747 in Rylsk im heutigen Oblast Kursk geboren und 1795 in Irkutsk beigesetzt. Er war russischer Geograph, Seefahrer und Kaufmann.
Gregori Iwanowitsch Schelechow organisierte ab 1775 Handelsfahrten auf die Kurilen und Aleuten. 1783-86 leitete er die russ. Amerika-Expedition und gründete die erste Siedlung auf Kodiak als Basis für eine Kolonisierung der Nordostamerikanischen Küste.
Auf seinem Grabstein wurden die Verse des russ. Dichters Derschawin eingemeißelt: "Rußlands Columbus ist hier beigesetzt, durchfuhr das Meer, fand unbekannte Länder...." Schelechow starb schon im Alter von 48 Jahren.

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Im Freilichtmuseum "Talzij" am Fluss Angara bestaunen wir die Wunderwerke der sibirischen Holzbauarchitektur.

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Der Baikal-See liegt 70 km östlich von Irkutsk und ist mit 1642 Metern Tiefe der älteste Süßwassersee der Erde.

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Die "Transsibirische Eisenbahn" ist von Moskau bis Wladiwostok mit 9288 Kilometern die längste Eisenbahnstrecke der Welt. Der Zug durchfährt bei dieser mehrtägigen Reise sieben Zeitzonen und verbindet 89 größere Städte wie Omsk, Nowosibirsk und Irkutsk miteinander, überquert 16 mächtige Flüsse, u.a. die Wolga, den Ob, den Jenissej und den Armur, und berührt viele unterschiedliche Landschaften und Völkerschaften. In der Stadt Ulan Ude östlich vom Baikal-See zweigt die "Transmongolische Eisenbahn" ab und führt über Ulaan Baatar zur chinesischen Hauptstadt Peking (Beijing).

Am 30. August 1908 wurde das Denkmal Zar Alexander III., dem Initiator der Eisenbahnstrecke, enthüllt.
Am 16. August 1898 erreichte der erste Zug Irkutsk (Bild Hist.Museum).
Ein frühes Reiseprospekt Anfang 20.Jhdt.
Der Bahnhof von Irkutsk aus dem Jahre 1898 ist ein Meisterwerk im klassischen Stil.
Unser Zug hielt in der Nacht
Die Zeiten aller Züge sind auf der Leuchttafel erfasst.
Einige Geschäfte sind 24 Stunden für die Bahnreisenden geöffnet.
Ein heißer Kaffee tut gut bei den vorsorglichen Einkäufen für die längere Fahrt.
Mit den Mitreisenden erwarten wir sehnsüchtig den Zug von Moskau, der pünktlich um 04.25 Uhr einfährt.
Nach der Ticketkontrolle wird das gebuchte Abteil zugewiesen, und der Zug fährt nach 25 Minuten um 04.50 Uhr weiter.
Der chinesische Zugbegleiter verteilt die Bettbezüge.
Unser Abteil für vier Personen.
Die Nachbarn auf dem Weg nach Peking.
Paßkontrolle.
Die Visa besorgten wir in Deutschland mit der vorgesehenen Ein- und Ausreise . . .
. . . die einzuhalten sehr zu empfehlen ist.
Die "Transmongolische Eisenbahn", in unserem Fall der Zug Nr. 4, bestand aus chinesichen Wagen mit Personal aus Peking.
Unsere Reisefreunding Rosi aus München war mit von der Partie.
Die leistungsstarke Diesellok. Alte Dampfloks stehen jetzt als Museumsstücke an verschiedenen Bahnhöfen.
Lebensmittelverkäufer an einem Bahnhof.
Der russisch-mongolische Junge bot Nüsse an.
Begegnung zweier Züge von und nach Moskau, die Gelegenheit andere Reisende anch dem Wetter zu befragen.
Sibirischer Bahnhof mit Verkäufer.
Kontrolle während des Aufenthaltes.

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