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Sudan mit der Hauptstadt Karthum
Sudan mit der Hauptstadt Khartum

Sudan

Die Bilder dieser Reise werden uns an den letzten Flug in ein afrikanisches Land erinnern. Noch einmal sollte unser Wunsch zur Erkundung der kulturellen Stätten mit der frühen Geschichte am oberen Nil in Erfüllung gehen. So schlossen wir uns einer kleinen Gruppe mit vier geländegängigen Allradfahrzeugen an. Ein ortskundiger Reiseleiter, sehr gute Fahrer und ein ausgezeichneter Koch für die täglichen Mahlzeiten führten zu den historischen Orten zwischen Khartum und der Grenze zu Ägypten auf den Spuren der "Schwarzen Pharaonen" durch das legendäre "Land Kusch". Die Exkursion war von dem sudanesischen Reiseagenten Raidan-Travel in der Hauptstadt einschließlich der örtlichen Führungen mit Fotoerlaubnis bestens organisiert.

Am 12.Nov.58 in Wadi Halfa.
Die erste Einreise in den Sudan erfolgte 1958 von Assuan kommend. Das war zwei Jahre nach der Unabhängigkeit von der Britischen Krone. Die Sandsteinstatue des Löwen steht heute vor dem Eingang des Museums in Khartum. Der Löwe stellt die Macht des Königs dar, indem er einen Feind bezwingt. Er hält den Gefangenen zwischen seinen Pranken und den Kopf in seinem Maul. Sein früherer Standort war der Löwentempel von "Basa".
Steinlöwe von "Basa" bei Meroe.

Zur besseren Übersicht entnahm ich die beiden Karten dem hervorragenden Buch "Die schwarzen Pharaonen" von Rudolf Fischer im Lübbe-Verlag, in dem die jahrtausend alte Geschichte und Kunst der ersten innerafrikanischen Hochkultur ausführlich in Wort und Bild geschildert wird.

Ergänzend dazu sind die "Entdeckungen in Nubien" aus den Tagebüchern des Johann Ludwig Burckhardt sehr wertvoll. Er war der erste Forschungsreisende und Abenteurer in der Neuzeit, der den Nil im Jahre 1813 aufwärts, durch Nubien bis zum Roten Meer und per Schiff 1814 nach Arabien gelangte. Zur Vor- und Nacharbeit einer solchen Reise können wir diese Werke wärmstens empfehlen.

Am Zusammenfluss von Blauem und Weißem Nil, wo die Städte Khartum und Omdurman am "Ewigen Strom" gegenüber liegen, begann die Reise.  Der "Blaue Nil" (rechts) fließt westlich der Hauptstadt dem "Weißen Nil"  entgegen.

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Zur ersten und letzten Nacht waren wir im einfachen ***Hotel Kabri  im Stadtzentrum von Khartum in sauberen Zimmern untergebracht. Seit unserem Besuch im noblen "Corinthia-Hotel" träumten wir dann tagelang von dem köstlichen Buffet. Das ist für den Sudan wohl einmalig und nicht typisch, sondern nur ganz wenigen Sudanesen und internationalen Besuchern vorbehalten.

Vor dem Kabri-Hotel stehen die vier Allrad-Fahrzeuge mit den hervorragenden Fahrern bereit.
Das Corinthia-Hotel hieß früher "Burj al-Fateh" und erhebt sich neben der Tuti-Brücke am Blauen Nil.

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Das waren unsere Unterkünfte in den Dörfern am Nil: durch Lehmmauern mit nubisch verzierten Eingängen von der Straße abgeschirmte ruhige Innenhöfe und den Wohnräumen. Der sudanesische Eigentümer oder Angestellte des Dorfes bemühten sich um die Sauberkeit, das Wasser und die Sicherheit.

In bester Erinnerung bleiben uns die freundlichen Menschen in den besuchten Dörfern der Wüste und entlang dem Nil, von dessen Wasser aus den zentral- und ostafrikanischen Regionen das Leben der Menschen und Tiere seit Jahrtausenden abhängt.

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Während der gelegentlichen "Gesundheitspausen" erhielten wir gute Eindrücke von den Landschaften und den Pflanzen, jedoch war die Zeit dazu wegen der großen Entfernungen begrenzt. Schließlich erreichten wir das tägliche Ziel immer vor Sonnenuntergang, denn der Küchenmeister benötigte die Zeit für ein gutes Abendessen. An diesem zweiten Reisetag erlebten wir die "Mehlsack"- Granitberge, die vor Jahrmillionen durch die Umwandlung anderen Materials in den Tiefen durch enormen Druck entstand und nun in der Wüste "Butana" zutage liegen. Dornengewächse bieten den Wüstentieren Schatten und Nahrung.

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Sobald die Sonne am Horizont untergegangen war und einen Abendhimmel in den leuchtenden Farben von Orangerot, Lila und blauschwarz hinterließ, funkelten die Sterne über uns in dem klaren Himmel und im Süden tauchte neben den beiden hellen Sternen rechts das "Kreuz des Südens" auf. Auf dem Bild ist links vom oft gesuchten Sternenbild der sogenannte dunkle Kohlensack zu erkennen. (Das Foto ist der Zeitschrift Sky&Telescope entnommen).

Bei den Pyramiden des Nordfriedhofes in Meroé.

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Der Westfriedhof von Meroé.

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Die Herstellung von Keramikgefäßen war am Nil ein bedeutender Industriezweig, der bis in unsere Zeit eine ganz wichtige Rolle spielt. Und gerade in der meroitischen Epoche wurden die Krüge, Vasen und Schalen über die Jahrhunderte reichlich bemalt. Die Fundstücke im Nat. Museum Khartum stammen aus der Frühzeit der Schwarzen Pharaonen bis zu den Römern und dem Christentum.




Römischer Henkelkrug aus Glas.
Skarabäus mit Uräusschlange und Horusfalke.

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Westlich der ehemaligen Stadt Meroé besuchten wir die Grabpyramiden der Adligen und hohen Beamten des Reiches. Auf der Suche nach Schätzen wurden die Spitzen der Pyramiden abgetragen und nur vereinzelt restauriert.

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Auf ungewohnten Sandpisten der Butana-Wüste erreichten wir etwa 30 km südlich des Niltals die große Anlage des bedeutenden Kultzentrums im damaligen Reich von Meroé, die Ruinen des Palastes und Tempel von Musawwarat aus der Zeit von 600 v.Chr.-300 n.Chr. Die freigelegten Gebäude liegen in einer breiten Talebene des Wadi as-sufra inmitten der Wüstensteppe. Seit 1960 erforschen die Archäologen der Humboldt-Universität in Berlin diese archäologische Stätte und berufen sich u.a. auf die Quellen der "Preußischen Expedition von 1844" unter dem bekannten R. Lepsius (1810-1884), der - wie zuvor J. L. Burckhardt als erster Europäer - den oberen Nil bereiste. An der Wand eines Tempels wurde u.a. auch der Königsname Arnekhamani entdeckt. Seit 2013 arbeitet nun das Forschungsteam des Staatlichen Museums Ägyptischer Kunst München in diesem Gebiet.

Eingang zur großen Palastanlage in Musawwarat.
Die Säulen zeigen den Weg zum Tempel.
Eine Steinrampe war möglicherweise für die Elephanten angelegt.
Die ersten Europäer erreichten Meroé und diese Anlagen ab 1822. Der Deutsche Hermann von Pückler-Muskau war hier 1837, und Lepsius mit seiner Expedition 1844.
Die reliefgeschmückten Säulen stehen vor dem Haupteingang des Tempels . . .
. . . und zeigen auch gut erhaltene Ornamente.
Auf der Säule steht der Pharao vor den Gottheiten "Horus" und "Hathor".
Als Abschluß einer Mauer erkennen wir diesen zusammengefügten Elephanten.
Die meisten Säulen sind ohne Verzierungen.
Vielleicht von einer Tempeltür stammt diese Skulptur des "Ram" gekrönten "Amun" mit den beiden Löwen zur Seite als Gott "Shuh" und "Tefnut" (Museum Khartum)

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Tausend Meter von der Palastanlage entfernt erhebt sich der Löwentempel von Musawwarat, der wie der Tempel in Naqa dem Löwengott "Apedemak" geweiht war. Der schon vor langer Zeit eingestürzte Tempel blieb durch den Sand begraben gut erhalten, so daß die einzelnen Sandsteinblöcke von den deutschen Archäologen in wenigen Jahren sortiert und wieder errichtet wurden. So ist auch das Relief des Löwengottes "Apedemak" an der äußeren Tempelwand deutlich sichtbar. Wie in Ägypten wurden die Götter in menschlicher Gestalt mit Tierkopf dargestellt. Im Lande Kusch kam der Löwengott hinzu. In Nubien - wie in Ägypten - war der Löwe mit dem Sonnengott verbunden und galt als das königliche Symbol. Die Baukunst war stark von Ägypten beeinflusst, doch hatte sie auch ihre Eigenheiten. In der meroitischen Zeit wendete man sich vom nördlichen Nachbarn ab, indem die Tempel kleiner waren und nur einen Raum hatten.

Der Löwentempel von Musawwarat war von der Hauptstadt entfernt ein kleines Heiligtum mit einem Raum.
Erinnerung an die Deutschen Archäologen.
An der Südwand sind vor dem Pharao die Götter Amun und der Löwengott "Apedemak" dargestellt.
In der Tempelhalle.
Der Horusfalke
Pharao "Natakamani" betet die Götter an.
Horusfalke.
Löwe "Apedemak"
An der Innenwand des Tempels schreitet der Pharao mit dem Löwen an der Leine.
Elephanten halten die gefesselten Feinde am Strick fest. (Westliche Außenwand).

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An der Westwand des Löwentempels von Musawwarat halten zwei Elephanten die Gefangenen an einem Strick.

Begegnung mit den Nomaden an einem fast 90 Meter tiefen Brunnen bei Naga. Im Nordsudan sind überwiegend Vieh- und Kamelzüchter anzutreffen. Die Landwirtschaft entlang der Nilufer dient der eigenen Versorgung und beleben alltäglich die Obst- und Gemüsemärkte in den Dörfern.

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Auf dem Kamelmarkt am Stadtrand von Omdurman. Große Herden mit über hundert Tieren werden vom Sudan durch die Wüste nach Ägypten gebracht, auch in kleinen Gruppen per LKW zur Grenze befördert.

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Die Tempel von Naga (auch Naqa) liegen nur 20 km von Musawwarat und 35 km vom Nil entfernt. Das war die Kamelreise für einen Tag. Die Gebäude gehören zu den bedeutenden Bauwerken und lassen eine noch nicht ausgegrabene größere Stadt vermuten. In der Zeit der Ptolemäer und der römischen Kaiser war die Stadt mit ihren Heiligtümern für 500 Jahre eines der Zentren im Königreich Meroé. Das alte Goldland Kusch war durch die günstige Lage zwischen Ägypten und Afrika durch den Handel zu Wohlstand gekommen. König "Natakamani" und die Mitregentin Kandake "Amanitore" ließen diese Tempel um 50 n.Chr. erbauen.

Der Löwentempel und sog. römischer Kiosk von Naga . . .
. . . der eine Kapelle für die Göttin Hathor war.
Im meroitischen Reich kamen zu den üblichen Tempeln diese Bauwerke hinzu . . .
. . . ein Blick durch das verzierte Fenster an der Südwand . . .
. . . mit hellenistischem Schmuck an den Fenstern und Türbögen . . .
. . . sowie an den Kapitellen.
Der Reisende Hermann von Pückler-Muskau war 1837 in Naga.
Beiderseits des Tempeleinganges sind links "Natakamani" und rechts die Kandake "Amanitore" dargestellt.
Die Kandake war neben dem König die zweitwichtigste Person im Reich. Die Reliefs zeigen die besiegten Feinde, die von der an Größe gleichberechtigen Königin geschlagen werden.
Die gefangenen afrikanischen Völker . . .
. . . hier vom königlichen Löwen am Fuße der Königin festgehalten.
Linker Pylon mit dem triumphierenden König "Natakamani" über den geschlagenen Feinden.
Pylon
Pharao mit dem Prinzen an seiner Seite (Nat.Museum Khartum)
An der Pylonseite ist der Löwengott "Apedemak" mit der Schlange dargestellt, die aus einem Akanthuskelch empor wächst.
Der Gott mit Löwenkopf und menschlichem Oberkörper hält das Lebenszeichen in der Hand.


Der Pharao trägt die Königskrone von Unter- und Oberägypten.
Die allgegenwärtige Sonnenscheibe mit den beiden Uräus-Schlangen.

Am Südrand der noch nicht freigelegten Stadt führt eine Widdersphinxallee leicht ansteigend zum Amuntempel in Naga.
Der Tempel liegt auf einer küstlich angelegten Terrasse. Die Allee ist durch einen Kiosk mit jeweil sechs Widdersphinxen geteilt.
Vor dem Haupteingang flankieren insgesamt zwölf Widder den Pilger- und Prozessionsweg.
Nach dem Erdbeben im 2. Jhdt. n.Chr. blieb nur das Sandsteinportal vom großen Pylon stehen.
Die Stadt mit den Heiligtümern wurde verlassen und der Natur übergeben.
Die Widder erinnern an die klassischen Vorbilder in Ägypten.
Das in den harten Sandstein gemeißelte Widderfell hat die Jahrtausende überstanden.
Acht der einst das Dach tragenden Säulen stehen noch (restauriert) mit den Reliefs.

Am Architrav des zweiten Durchgangs zum Tempel ist der widderköpfige Amun (links) und der menschenköpfige Amun (rechts) zu sehen. Das Königspaar und der Prinz schreiten auf den Gott zu.
Die Inschriften am Kapitell zeigen die Amunkrone und königliche Symbole. Diese Räume waren nur der Königsfamilie und den Priestern zugänglich.
Auf einem Sandsteinweg gingen wir durch zwei Räume mit drei Toren zum Altarraum. Fünf Säulen wurden im Hypostyl neu aufgerichtet.
Der Wagen parkt im Schatten. Blick auf den Jebel Naga mit der Stadt unter dem Sand. Hier werden die Archäologen in den nächsten Jahrzehnten graben.
Ein dreizehnter Widder steht außerhalb des Tempels am ehemaligen Opferplatz. Im Allerheiligsten wurde ein sehr gut erhaltener Altar gefunden.
Das Original steht heute im Museum Khartum, während sich hier eine Nachbildung aus Berlin mit den Gottheiten "Horus" und "Thot" befindet.

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Westlich von Karima erhebt sich das fast 105 Meter hohe Sandsteinmassiv am rechten Ufer des Nils (links im Bild). Dieser "Jebel Barkal" war schon vor 3500 Jahren der in Ägypten und im nubischen Kusch lebenden Bevölkerung heilig. Seit der 18. Dynastie um das Jahr 1504 vor Christus galt dieser Ort als die Geburtsstätte des Reichsgottes Amun. Träge fließen die Wasser nach Überwindung der 4. Katarakte und einem heutigen Staudamm an den Sandbänken vorbei nach Westen, und biegen dann vor Dongola nach Norden in Richtung Assuan ab. Hier liegen die antiken Ausgrabungen von Napata, El Kurru und Nuri.

Der Nil mit dem Jebel Barkal im Reich der Könige von Napata.
Der Jebel Barkal am nördlichen Nilufer.
Alter Wachtturm über dem Dorf westlich von Karima.
Fruchbare Felder säumen beiderseits den Strom.




Vor den Säulen des großen Amun-Tempels.
Die Felsnadel an der Südecke des Barkal ragt 75 Meter hoch.
Ausgräber bei der erneuten Durchsuchung des Schutts.
Ausgräber zeigt den kleinsten Fund . . .
. . . eine Elfenbeinperle sicher versorgt.
Perle in der Spitze eines alten Kruges.
Hathor-Säulen
Hathor-Säulen
Die Widdersphinxallee führt zum Amuntempel.
Sphinx
Ruinen
Ruinen
Mahlstein
Relief

Blick zum Museum am Rande der Ausgrabungen.
Blick vom Jebel Barkal über das größte Amun-Heiligtum südlich von Ägypten.
Die alten Ägypter und Kuschiten deuteten diese Felsformation als eine gigantische Uräusschlange.
Auf dieser Zeichnung von P. Manuelian opfert Ramses II. vor dem Amun, der im Felsen thront und sich eine riesige Uräus-Schlange schützend vor dem Reichsgott erhebt.
Diese am Barkal gefundene Stele von 740 v.Chr. zeigt den Gott Amun mit Widderkopf, wie er dem Pharao die Kronen von Unter- und Oberägypten reicht. (Nat.Museum Khartum)
An dem Löwen ist in der Kartusche der Königsname "Aspelta" verewigt, der in Napata regierte (690-664 v.Chr. in der 25. Dynastie)
Die Büste des Königs "Amenhotep" (Museum New York).

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Unter den Pyramiden von Nuri entstand der größte Grabbau für den Pharao Taharqa. Die Granitstatue des Pavians mit erhobenen Händen in betender Position stammt aus "Kawa" bei Dongola. Auf der Rückseite heißt es in einer Inschrift: > der König von Unter- und Oberägypten - der Sohn von Gott Amun-Re, Taharqa - schenkt das Leben <. Die Opfertische waren ein wichtiger Teil am Eingang der Opferkapelle an der Ostseite einer Pyramide. Man benutzte diese Sandsteintafeln in Meroitischer Zeit während der Begräbniszeremonie, indem der Trauernde Wasser oder Milch in die Vertiefungen goß, während der Prediger seine Dankbarkeit gegenüber den Gottheiten Isis und Osiris zum Ausdruck brachte. Die seltene Darstellung eines Frosches ist nur im alten Nubien üblich gewesen. Er stand am Wasserreservoir - einem "Hafir" - in Basa. Er galt als Beschützer des Wassers, sorgte für die notwendige Überschwemmung durch die alljährliche Flut mit der Fruchtbarkeit.

Von den Pyramiden in Nuri ist das Grab des "Aspelta" mit vorhandener Spitze gut erkennbar.
Der hohe Pyramidenkern kennzeichnet das Grab des "Anlamani".
Pharao Taharqa aus schwarzem Granit vom Tempel am Berg Barkal. (Museum Khartum).
Der betende Pavian im Museum Khartum.
Ushepti mit dem Abbild des Taharqa (Brit.Museum London). Er herrschte als König der 25. Dynastie auch über Ägypten mit erstaunlicher Bautätigkeit.
Taharqa-Ushepti - dieser Pharao wurde als König in seiner Hauptstadt Napata in vielen Quellen erwähnt und in Nuri begraben. (Brit. Museum London)
Ein Opfertisch aus der Meroitischen Zeit (Nat.Museum Khartum).
Auf dieser schwarzen Granitstele empfängt "Amenemhat" (18.Dynastie) von Tochter und Sohn Opfergaben. Die eingeritzten Bilder sind gelb ausgemalt (Nat.Museum Khartum).
Vor dem Nationalmuseum in Khartum stehen diese Sandsteinlöwen aus Basa. (Reich Meroé)
Hier steht in der Kartusche auf der Brust der Königsname "Amanichabale".
Der Frosch ist aus eisenhaltigem Sandstein geschnitten und steht heute am Teich vor dem Nat.Museum in Khartum.
Widder
Gott Amun in Gestalt eines Widders schützt den König "Taharqa" . . .
. . . stand einst vor dem Taharqa-Tempel von Kawa (Nationalmuseum Khartum).
Pharao Taharqa mit Widdergehörn.
Taharqa-Ushepti

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Westlich vom Jebel Barkal erreichten wir nach ca. 20 km ein Dorf oberhalb des Nils: El Kurru mit den Resten von Pyramiden und unterirdischen Gräbern. Dies ist der älteste Friedhof der kuschitischen Könige.

Ein ausgemaltes Grab ist durch den gemauerten Eingang geschützt.
Andere steingefaßte Eingänge in El-Kurru sind zum Himmel offen.
Malereien im Vorraum zur Grabkammer des Königs "Tanwetamani".





Die kleinen Mädchen verstecken sich scheu hinter den Jungens, immer erfreut über Bonbons und Kugelschreiber.

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Auf der Fahrt von El Kurru westwärts nach Alt-Dongola fließt der Nil auf der linken Seite, während sich nordwärts die weite Geröll- Stein- und Sandwüste bis zur ägyptischen Grenze erstreckt: diese "Nubische Wüste" war vor dem Bau von Asphaltstraßen für die Durchquerung in früheren Zeiten ein wahres Abenteuer. Hier erleben wir auch die Kieselflächen und das versteinerte Holz ehemaliger Wälder aus der jahrmillionen alten Erdgeschichte.

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Bei meiner ersten Reise durch den Sudan im Jahre 1958 fuhr noch eine Eisenbahn von Wadi Halfa an der ägyptischen Grenze nach Khartum, und eine Nebenstrecke auch bis Karima. Seit vor einigen Jahren die Asphaltstraßen nach Norden für den Omnibus- und LKW-Verkehr durch die Nubische Wüste gebaut wurden, liegen die ehemaligen Eisenbahnstrecken heute verwaist. 

Am ehemaligen Bahnhof von Karima.
Karima
Karima
Karima
Auf dem Markt
Auf dem Markt
Krämerladen
Begegnung
Begegnung
Auf einen Café
Abtransport von Tonkrügen . . .
. . . die in jedem Dorf im Schatten mit kühlem Wasser stehen.

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Alt Dongola

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Die ausgedehnte Ruinenstadt "Kerma" ist auch unter dem Namen "Dukki Gel" bekannt, und war vorübergehend die Hauptstadt eines Königreiches, welches am oberen Nil vor ca. 5.500 Jahren in Nubien und Ägypten bestand. Nach einer Neugründung durch einen ägyptischen Pharao um 1450 v.Chr. wurde diese Region bis 400 n.Chr. von Ägypten aus regiert. Durch die Funde im Museum, insbesondere durch die Grabbeigaben, erleben wir eine 9000 jährige Siedlungsgeschichte am Nil. Im Museum von Kerma befinden sich die Granitstatuen der Könige: "Taharqa", "Tanotamon", "Senkamanisken", "Anlamani" und "Aspelta". Einige dieser Könige herrschten über Nubien und Ägypten. Erst am 11. Jan. 2003 wurden diese Könige in einem grabähnlichen Versteck gefunden. Zwei von ihnen waren die letzten Herrscher der 25. Ägyptischen Dynastie. Die anderen regierten das Land "Kusch" vom 2. bis 6. Katarakt.

Dekoratives Eingangstor zu den Ausgrabungen von Kerma.
Blick zur Festung "Defuffa" im Zentrum von Kerma, einer nubischen Stadt.
Die Reste der "Defuffa" sind das größte massive Lehmziegelgebäude am Nil.
Das religiöse Bauwerk steht im Zentrum der alten Stadt Dukki Gel . . .
. . . umgeben von den Fundamenten ehemaliger Paläste und Gebäude der Elite.
Hier wurden Handelshäuser und Verteidigungsanlagen freigelegt.
Die Ausgrabungsfunde bezeugen eine Besiedlung von 2400 - 1450 v.Chr.
Die Stadt lag an der Kreuzung wichtiger Handelsrouten von Zentral-Afrika zu den Häfen am Roten Meer . . .
. . . in die Länder der Sahara und nach Ägypten. In der östlichen Wüste entdeckten die Archäologen an die 20.000 Gräber . . .
. . . Kapellen und kleine Tempel nahe der Beerdigungsstätten für das Zeremoniell.
Die Basaltstatue des "Schwarzen Pharao Taharqa" (Museum Kerma).
Sein regiertes Gebiet erstreckte sich über 1000 km entlang des Nils.

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In Soleb besuchten wir die mächtigen Säulen des Amun-Tempels, der mit 130 Metern Länge das größte südlich von Karnak-Luxor am westlichen Nilufer errichtete Bauwerk war. Zwei der aus rotem Gestein hergestellten Widder-Sphinxen wurden bereits in der Antike zum Tempel in Napata geschafft, die heute im Britischen Museum aufbewahrt werden. Vom Dorf Wawa setzten wir zum westlichen Nilufer über und mußten nur die Böschung erklimmen und standen nach 100 Metern vor den Sandsteinblöcken des Amun-Tempels, den Amenophis III. dem Reichsgott und für sich selbst erbauen ließ. Der Architekt Amenophis, Sohn des Hapu, der bereits in Luxor-Karnak tätig war, war auch hier wie in Sedeinga der große Baumeister.

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8 Kilometer nördlich von Soleb steht vom Amun-Tempel in Sedeinga noch eine Säule. In den umliegenden Gräbern bargen die Archäologen kostbare Funde, von denen einige Exponate auch in England, den USA oder in Berlin zu sehen sind. Der Tempel entstand während der Regierungszeit des Pharao Amenophis III. (auch Amenhotep genannt) für seine Frau Tiye. Das war die 18. Dynastie um 1550 v.Chr. In der Regierungszeit des Pharao Akhenaten (1353-1336 v.Chr.) entstand das ausgegrabene Haupt des Amun.

Um die einzelne Säule des Amun-Tempels in Sedeinga . . .
gingen wir um den Steinhaufen am westlichen Nilufer.
Zeugnisse aus der Zeit von Amenophis III. . . .
heute umgeben vom Dornengestrüpp.
Die Indios in Chile verwenden derartige spitze Dornen zum Stricken.
Die niedrigsten freigelegten Pyramidengräber in unmittelbarer Nähe in Sedeinga westlich der Säule.
Die Pharaonen-Gemahlin Tiye im "Ägyptischen Museum Berlin 027". Es ist sehr interessant den Stammbaum zu Tutankhamun zu verfolgen.
Das Haupt der Reichsgottes Amun mit seinen Hieroglyphen in der Kartusche oben links.
Die Königin Tiye im Museum (Queen Tiyi N2312E25493mp3h8764).
Pharao auf einer Stele im Ruinenfeld auf der Insel Sai.

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Nördlich des 3. Nilkatarakts setzten wir bei Delgo auf die Westseite des Nils über zur Tempelruine von Sesebi .

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Unser Ausflug zum 3. Katarakt mit den Felsbildern beim Dorf Sebu und der Nekropole mit den Ruinen einer altägyptischen Festung (meroitische Zeit) auf der Nilinsel Sai. Seit mehr als 10.000 Jahren haben die Bewohnen des Niltals und in den Oasen der Sahara die geeigneten Felswände mit Tieren und Figuren dekoriert, indem sie die wilden Tiere, Rinder mit Hirten, Pferde und Kamele in die Steine geritzt oder mit speziellen Farben aufgetragen haben. Felsinschriften berichten von der Eroberung des Gebietes durch Tutmosis I. vor etwa 3500 Jahren. Die Granitsäulen mit den frühchristlichen Motiven erinnern daran, daß vor der Islamisierung durch die Araber ab dem 7. Jahrhundert das ganze Niltal entlang bis zum Hochland von Äthiopien durch den christlichen Glauben verbunden war. Beim Dorf Tombos liegt noch immer die unvollendete Statue des Königs Taharqa bei den alten Granitsteinbrüchen.

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Das National Museum von Khartum wurde 1972 eröffnet und zeigt die kulturelle Entwicklung des Landes von der Vorgeschichte bis zum Islam. Die Tempel in der archäologischen Abteilung des Museum wurden unter der internationalen Beteiligung vor den Fluten des großen Nasser-Stausees gerettet und hier aufgebaut. Gleich nach dem Eingang stehen fünf Granitsäulen von der frühchristlichen Kirche in Faras. Im oberen Stockwerk des Museums sind die Fresken aus der christlichen Epoche untergebracht.

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Besuch des Lehmziegel-Grabbaues (Qubba) von Sheikh Idris im Dorf Quikkah.

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In Omdurman wird im Haus des Khalifa, der ehemaligen Residenz des Nachfolgers des Mahdi (1885-1898), die Geschichte des Mahdi-Aufstandes mit der anglo-ägyptischen Verwaltung dargestellt.

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Ziegen innerhalb alter Lehmmauern
Ein neues Tor zum Farmhaus
Die Blüten des Fettblattbaumes bzw. Osche.

Der Sodomsapfel (Colotropis procera)
Frucht und Blüte.

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